Deutscher Freidenker-Verband Rheinland-Pfalz / Saar

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im Mai 2026

Sonntag, 29. März 2026 von DFV-RPS (DRR)

NDS-Gesprächskreise

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im Mai 2026:

13.05.26 Speyer:

Martin Beck – „Wenn Waffen sprechen“ – Der Beginn einer Fabel

 

(wird ggf. ergänzt)

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Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im April 2026

Mittwoch, 25. März 2026 von DFV-RPS (DRR)

NDS-Gesprächskreise

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im April 2026:

 

09.04.26 Friedberg:

Harald Kujat – Für ein Kriegsende und eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung

 

(wird ggf. ergänzt)

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Frieden! Мир! Russland ist nicht unser Feind! – Aufruf und Kundgebung am 20. Juni in Berlin

Mittwoch, 25. März 2026 von DFV-RPS (DRR)

Über viele Parteigrenzen hinweg hat sich die unten stehende Initiative „Russland ist nicht unser Feind“ gegründet und lädt zu einer Großdemo am 20. Juni diesen Jahres in Berlin ein.

In der ersten Phase des Zusammenfinden bis Ende Januar 2026 haben sich bereits viele hundert Engagierte, auch einige Gruppen, als Unterstützer dieser Initiative zusammengefunden. Unter ihnen z. B. Patrik Baab, Uli Gellermann, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Ekkehard Sieker, Hauke Ritz, Norman Paech, Werner Ruf, Klaus-Jürgen Bruder, Diether Dehm, Tino Eisbrenner, Gina Pietsch, Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine, Wolfgang Gehrcke, Annette Groth, Thomas Hohnerlein und Laura v. Wimmersperg.

Bitte unterstützt den folgenden Aufruf mit eurer Unterschrift:

„Russland soll unser Feind sein. Dieser politischen und medialen Vorgabe widersprechen wir. Feinddenken macht dumm und vereist das Herz. Wie immer Einzelne die aktuelle russische Politik bewerten: Russland ist unser europäischer Nachbar und wird es immer bleiben. Wir wollen in Frieden gut mit ihm zusammenleben.

Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, hat Deutschland die Sowjetunion überfallen, Wehrmacht und SS haben dort barbarisch gewütet. Dieses Kapitel der deutschen Geschichte wird weitgehend mit Schweigen übergangen. Wir schauen hin, wir vergessen nicht.

Heute soll Deutschland wieder kriegstüchtig werden – gegen Russland. Auf Russland zielen auch die US-amerikanischen MIttelstreckenraketen, die auf deutschem Boden stationiert werden sol-len. Ob ein möglicher Krieg mit ihnen oder mit deutschen Soldaten geführt wird, unter dem Dach der NATO oder von einer Koalitionen der Willigen: Er wäre ein erneutes Menschheitsverbrechen; dieses Mal mit der Gefahr, uns alle zu vernichten. Dagegen leisten wir Widerstand.

Wir wollen den Reichtum und die Schönheit unseres Kontinents in Geschichte und Kultur erhalten und leben. Dafür sparen wir, mit Bert Brecht, Anmut nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand.

Kriegstüchtig? Nicht in unserem Namen!

Viele Menschen, Gruppen und Initiativen sagen bereits: Kriegstüchtig gegen Russland? Nicht in unserem Namen! Lasst uns bundesweit unter dem Dach einer gemeinsame website und mit einer deutsch-russischen Politik- und Kulturkundgebung sichtbar machen: Wir sind Viele!“

Unterstützt diese Initiative mit Eurer Unterschrift und macht sie bekannt, berichtet auf der website (s.u.) von Euren Aktivitäten, lasst Euch durch Hinweise auf Filme, Texte, Vorträge anregen, initiiert Diskussionen zu Fragen, die Euch bewegen. Dafür möchten wir eine Plattform bieten:

www.russlandistnichtunserfeind.de

Aus Anlass des 85. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion lädt die Initiative zu einer politisch-kulturellen Kundgebung ein. „Mit Reden, Musik und offenen Austausch erinnern wir an die Opfer und setzen Zeichen gegen Feindbilder.“

Wann / Wo:

Am Samstag, den 20. Juni 2026 von 13 bis 15 Uhr

vor dem Brandenburger Tor in Berlin 

Flyer (pdf)

 


Bild(er): Webseite russlandistnichtunserfeind.de

 

Ostermarsch 2026 – Termine in der Region

Mittwoch, 25. März 2026 von DFV-RPS (DRR)

Ostermarsch 2026

Termine und Orte:

Karfreitag, 3. April

Samstag, 4. April

Ostermontag, 6. April

 

Für 2026 ergeben sich für Friedensaktivitäten vielfältige Herausforderungen:

Innenpolitische Herausforderungen aus friedenspolitischer Sicht sind für uns:

  • Der Niedergang der öffentlichen Daseinsvorsorge und der geplante Rückbau des Sozialstaates zugunsten der militärischen Aufrüstung betrifft unmittelbar große Teile der Bevölkerung und muss im engen Zusammenhang gesehen werden.
  • Die Militarisierung von Bildungs- und Gesundheitswesen schreitet voran und provoziert immer mehr Widerstand bei Beschäftigten.
  • Die Reaktivierung der „Wehrpflicht“ und eine Einführung von Zwangsdiensten stößt auf großen Widerstand in der Jugend.
  • Die zunehmende Repression gegen friedenspolitische Aktionen und Aktivisten sowie gegen kritische Publizisten eskaliert bis hin unter Verletzung elementarer Menschenrechte durch EU-Sanktionen.

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Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im März 2026

Montag, 09. Februar 2026 von DFV-RPS (DRR)

NDS-Gesprächskreise

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im März 2026:

 

04.03.26 Speyer:

Alexander Ulrich – Frieden, Vernunft, Gerechtigkeit

 – wir reden nicht über das BSW – wir sprechen mit dem BSW

27.03.26 Frankfurt/M.:

Bastian Barucker – Corona-Protokolle: RKI-Files und Corona-Aufarbeitung

 

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Die EU steht vor bitteren Realitäten

Sonntag, 01. Februar 2026 von DFV-RPS (DRR)

Nima Alkhorshid im Gespräch mit Patrick Henningsen

Nima Alkhorshid und Patrick Henningsen

Nima Alkhorshid, ein in Brasilien tätiger Professor für Bauingenieurwesen (Bundesuniversität Itajubá) iranischer Abstammung, betreibt seit ca. drei Jahren den geopolitischen Youtube-Kanal „Dialogue Works“. Dieser ist eine der wenigen – aber immer wichtiger werdenden – Internetplattformen, auf denen kompetenten Gesprächspartnern viel Zeit gegeben wird, um internationale Beziehungen zu erörtern und geopolitische Themen zu diskutieren (siehe hierzu auch: Die Welt verstehen – jenseits der Schlagzeilen).

Patrick Henningsen, ein scharfsinniger Geoplitik-Analyst aus den USA, war schon mehrfach Gast bei Nima Alkhorshid. In ihrem neuesten Gespräch auf „Dialogue Works“ geht Henningsen scharf ins Gericht mit der EU. Im Video liefert er eine hervorragende Zusammenfassung und eine objektive und ehrliche Analyse der aktuellen Lage in Europa.

Hier das empfehlenswerte Gespräch vom 27. Januar 2026 mit Nima Alkhorshid auf dessen Youtube-Kanal „Dialogue Works“:

Original: Patrick Henningsen: The EU Is Facing DEVASTATING Realities

 

Zu Patrick Henningsen:

(Auszug aus seiner Homepage
https://www.patrickhenningsen.com/
):

Patrick Henningsen ist Autor, Filmemacher, Experte für internationale Angelegenheiten sowie Herausgeber und Gründer der unabhängigen Nachrichtenwebsite 21st Century Wire. Seit über einem Jahrzehnt engagiert sich Patrick Henningsen international für die Aufklärung und Information eines breiten Publikums über einige der wichtigsten geopolitischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit. Als unabhängige Stimme und engagierter Medienkritiker hinterfragt er konsequent die gängige Meinung zu westlichen Militärinterventionen und Geopolitik und setzt sich vehement für Meinungs- und Pressefreiheit ein. Als Journalist und Filmemacher hat Patrick Henningsen umfangreiche Recherchen und Reportagen vor Ort in den USA, Europa und dem Nahen Osten durchgeführt, unter anderem in Syrien, Irak, Libanon und Iran. Als unabhängiger Analyst ist er bekannt für seine offenen Kommentare und treffsicheren Prognosen zu aktuellen Trends und Ereignissen in der Weltpolitik.

Was als persönliche Auseinandersetzung mit Kriegen und „humanitären Interventionen“ begann, entwickelte sich bald zu einem lebenslangen Anliegen: der Erforschung, Analyse und Dokumentation wichtiger internationaler Ereignisse.

Seine Artikel erschienen in zahlreichen internationalen Publikationen, darunter UK Column, Consortium News, das Ron Paul Institute, The Guardian und New Dawn Magazine, sowie in großen globalen Nachrichtensendern wie RT News International, Al Jazeera, Al Mayadeen, CGTN und anderen.

 

Mehr Videos mit Patrick Henningsen:

Bei Dialogue Works:

Original-Video (25.01.2026): How Davos Sold Peace for Profits

Dieses Interview untersucht die aktuelle Denkweise Europas im Kontext der Diskussionen in Davos, des Krieges in der Ukraine und der Zukunft der NATO. Es wird argumentiert, dass die europäischen politischen Eliten zunehmend von der öffentlichen Meinung abgekoppelt sind, die wenig Bereitschaft zu einem Krieg mit Russland zeigt. Das Gespräch kritisiert Davos dafür, dass es sich von Klimazielen hin zu einer kriegs- und verteidigungsgetriebenen Wirtschaft entwickelt hat, die von finanziellen und unternehmerischen Interessen geprägt ist. Es beleuchtet Risse innerhalb der NATO und der EU, da die Unterstützung der USA unsicherer wird, und hebt wirtschaftliche Belastungen, steigende Verteidigungsanforderungen sowie erste Anzeichen dafür hervor, dass Europa seine Abhängigkeit von Washington überdenkt und die Diplomatie mit Moskau wieder aufnimmt:

 

Original-Video (Live übertragen am 21.01.2026): It’s Over: Trump’s Plan Just BLEW UP

 

Bei Danny Haiphong:

Auch auf dem Youtube-Kanal von Danny Haiphong  (dt.: Danny Haiphong Deutsch) ist Patrick Henningsen häufiger Gast. Hier einige aktuelle Videos:

Original-Video (26.01.2026): Iran Vows Next Missile Attack WIPES OUT Israel & US Navy | Patrick Henningsen & Col. Wilkerson

Patrick Henningsen und Lawrence Wilkerson (pensionierter Oberst der United States Army und ehemaliger Stabschef von US-Außenminister Colin Powell) enthüllen die schockierende Realität, der sich Trump und Israel gegenübersehen, während sie ihren bevorstehenden Angriff auf den Iran planen. Eindringliche Analyse über Irans bevorstehende Vergeltung und darüber, wie sie die Weltordnung bis ins Mark erschüttern könnte:

 

Original-Video (28.12.2025): Putin’s War BOMBSHELL Destroys Trump’s Ukraine Plan | Larry Johnson & Patrick Henningsen

Wladimir Putin hat eine gewaltige Bombe gegen Trump und dessen Plan platzen lassen, den Ukraine-Konflikt zu Bedingungen zu beenden, die für die USA und die NATO vorteilhaft sind, sagen der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson und Patrick Henningsen. Dieses Video enthüllt die Wahrheit über den Konflikt, die die Neokonservativen in den europäischen und US-amerikanischen Eliten nicht wollen, dass ihr sie erfahrt:

 

Original-Video (26.10.2025): Putin FLIPS NATO’s War Trap into Europe’s Stunning COLLAPSE | Larry Johnson & Patrick Henningsen

Europa zahlt den Preis, indem es mit Russland eine noch größere Eskalation bis hin zu einem undenkbaren Krieg droht. Das Problem ist: Russland hält alle Trümpfe in der Hand, und Putin hat diese Kriegsdrohungen gerade in seinen größten Erfolg verwandelt. Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson, der Analyst Patrick Henningsen und der italienisch-britische Autor und Journalist Thomas Fazi analysieren, wie Europas Zusammenbruch angesichts der zunehmenden militärischen Expansion Russlands immer schneller voranschreitet:

 


Bild(er): Screenshot aus dem Video „Die EU steht vor bitteren Realitäten“

 

Corona-Unrecht – und kein Ende?

Freitag, 30. Januar 2026 von DFV-RPS (DRR)

Vortrag und Diskussion mit Andrej Hunko

Immer wieder hört man: „Corona? Kann ich nicht mehr hören. Ist doch vorbei“. Viele wollen sich über die Folgen der Corona-Politik keine Gedanken mehr machen. Corona ist aber leider nicht „vorbei“. Im September ‘25 beantragte das BSW einen Untersuchungsausschuss zur Corona-Aufarbeitung anstelle einer zahnlosen „Enquêtekommission“, was lediglich von der AfD unterstützt wurde. Politiker, die Grundrechteentzug durch Notverordnungen aufgrund einer instrumentalisierten Wissenschaft (RKI-Protokolle!) angeordnet haben, wurden  noch nicht zur Verantwortung gezogen. Bußgelder wegen „Maßnahme-Verstößen“ sind noch nicht durchgängig zurückgezahlt. Ärzte, die sich dem Corona-Irrsinn verweigert haben, sind weiter sanktioniert. Berufsverbote, Haftstrafen und andere Benachteiligungen wegen Verstoß gegen die verfassungswidrige „berufs- bzw. einrichtungsbezogene Impfpflicht“ sind z. T. weiter in Kraft. Gesundheitsschäden durch vorgebliche „Impfungen“ werden nicht systematisch erfasst, gemeldete Schäden vom Paul-Ehrlich Institut geleugnet und als „Long Covid“ umdeklariert, adäquate Behandlung und Entschädigung verweigert. Die experimentellen mRNA-„Impfungen“ werden fortgesetzt.

Andrej Hunko ehemaliger BSW-Abgeordneter im Bundestag und
Mitglied des Gesundheitsausschusses. Heute leitet er gemeinsam mit Prof. Matthias Schrappe den Corona-Expertenrat des BSW.

 

Wann / Wo

am Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 19:00 Uhr

in Offenbach/Main, Gaststätte Stamm,
Bieberer Straße 85, 63065 Offenbach am Main

 

Flyer der Veranstaltung

 


Bild(er): Flyer der Veranstaltung

Streiflichter – Die wechselseitige deutsch-russische Wahrnehmung…

Montag, 19. Januar 2026 von DFV-RPS (DRR)

… im Spiegel der Literatur zwischen dem Ende des 15. Jahrhunderts und 1945

Vortrag von Dr. Thomas Hohnerlein aus Anlass einer Veranstaltung der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V. – Regionalgruppe Saarland- Westpfalz in Beckingen am 20.12.2025

 

Thomas Hohnerlein zum Thema:

„Als wir im Sommer vergangenen Jahres eine Regionalgruppe der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft im Saarland und der Westpfalz gründeten, lag es nahe, unmittelbar danach mit der Planung einer Veranstaltung zu beginnen, mit der wir uns einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen konnten. Wie zu vermuten, sollte dies kein einfaches Unterfangen werden. Wer sich heute zu den Freunden Russlands und der russischen Völker zählt, muss von vornherein darauf gefasst sein, dass er sich mehr Hindernissen gegenübersieht, als ihm lieb sein kann. Und dennoch fanden wir einen schönen Raum, wir sicherten die Finanzierung über Eigenmittel, wir warben für die Veranstaltung im eher informellen Rahmen. Kurzum – die Organisation ging erstaunlich unkompliziert über die Bühne.

Nun stand im Zentrum der Vorbereitungen die Frage, was den Kern unserer Botschaft ausmachen sollte. Als GDRF verstehen wir uns als Akteure einer Volksdiplomatie, die insbesondere den Freundschaftsgedanken jenseits politischer oder ideologischer Präferenzen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt – also Dialog, kulturellen Austausch, praktischen Austausch über Reisen und Sprachvermittlung, das Kennenlernen des anderen, insbesondere einer russischen Wirklichkeit durch ein deutsches Zielpublikum.

Auch wenn dieses Publikum bereits einer permanenten russophoben Dauerindoktrination ausgesetzt ist, die auch in durchaus relevantem Ausmaß zu greifen scheint, so darf doch nicht verkannt werden, dass die soziale und kulturelle Wirklichkeit noch nicht in dem Maße vergiftet ist, wie es uns die herrschende Politik, deren Funktionseliten, ihre ideologischen Mitläufer und ihre liebedienerischen Medien glauben machen wollen.

Wir setzten auf den offiziell schweigenden Teil, die zahlreichen Menschen in unserer sozialen Wirklichkeit, die dem antirussischen Reflex nicht erliegen, deren Kenntnisse des „Anderen“ aber gering oder nicht vorhanden sind. Menschen, die offen sind, wenn nicht hungrig nach alternativen Narrativen, deren Bedürfnisse zu befriedigen in dieser Gesellschaft aber schon fast an Vaterlandsverrat grenzt.

Was also tun, wenn man kein Geld hat, teure Kultur oder Vorträge „einzukaufen“, wenn man im trüben Wasser schwimmt, und man nicht weiß, ob und wo dieser Versuch auf Gegenliebe oder auf offene, wenn nicht aggressive Ablehnung stößt?

Mir kam als Ausgangspunkt recht spontan die Idee, eine historische Reise zu konzipieren, in deren Verlauf der Blick des Anderen dargestellt werden sollte – der Deutschen auf die russländischen Völker (insbesondere die Russen) und der Blick letzterer auf die Deutschen.

Meine Bibliothek barg eine reiche Fülle an Beispielen, beginnend im späten 15. Jahrhundert. Die Fülle war so groß, dass ich mich nolens volens bescheiden musste, kürzen musste, ausschließen musste, so dass herausragende Autoren nicht vorkommen konnten. Auch chronologisch musste ich eine Grenze einziehen, das Jahr 1945. So sind denn die „Streiflichter“ übriggeblieben. Mit dem Entstehen einer Literatur im ersten sozialistischen deutschen Staat, der DDR, und einer eigenen Literatur, hätte sich mein Gegenstand zu einem Symposium ausgeweitet. Gar nicht zu reden vom Kalten Krieg und der beginnenden Verteuflung alles Russischen im Westen.

Grundgedanke sollte sein, Denkmäler virtuell wieder aufzurichten, wo sie im Augenblick in einem antirussischen Furor zerstört werden (wie in der Ukraine, aber auch im Baltikum, usw.), demontiert werden (wie mit dem Dostojewski Denkmal in Dresden geschehen) oder durch Namensaberkennung dem Vergessen anheimgegeben werden sollen (wie im Falle einer Puschkinschule in Dresden).

Russische Kultur tilgen zu wollen, unsichtbar und undenkbar machen zu wollen, heißt auch, Teile unserer eigenen Wurzeln zu kappen. Ein Nihilismus jeglicher Ergebnisse eines jahrhundertelangen Austausches, gegenseitiger Befruchtung lässt im Eigenen eine banale Hülle übrig, die letztlich den Verfall der eigenen Gesellschaft befördert. In diesem Sinne möchten wir eine Gegenströmung erzeugen.“

 

Auszug des Vortrags:

Streiflichter – Die wechselseitige deutsch-russische  Wahrnehmung im Spiegel der Literatur zwischen dem Ende des 15. Jahrhunderts und 1945

Der komplette Vortrag kann auf der Seite der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V. nachgelesen werden

Über recht intensive, wiederkehrende und anhaltende Kontakte zwischen unseren Völkern und unseren Kulturen wissen schriftliche Dokumente und die Literatur im umfassenden Sinne schon früh zu berichten.

Die „Rus“ und die „Russen“ sind schon in den mittelhochdeutschen Epen und in den Werken der deutschen Dichter des Mittelalters nichts Seltenes. So werden sie schon gemeinsam mit den Griechen und den „wilden Petschenegen“ unter den Kriegern des Königs Etzel im Nibelungenlied erwähnt.

Auf Überlieferungen über die ferne Rus‘ stoßen wir schon bei Walter von der Vogelweide, Hartmann von Aue, bei Tannhäuser oder Ulrich von Lichtenstein.

Und bei Oswald von Wolkenstein (1377-1445), einem deutschen Dichter aus dem Val Gardena in Südtirol, der nach den Vorbildern der Ritterpoesie erzogen war, der die „russischen“ Lande besuchte und die „russische“ Sprache kannte. Immer wieder gibt es Bezüge zu Russland oder den Russen.

„Ich han gewandelt manig her, gen Preussen, Reussen, über mer“

„Es wär noch vil ze sagen … was ich in jungen tagen, geabenteuert han, mit cristan, Reussen, haiden“

Und von einem Schiffbruch, den er gemeinsam mit einem Russen – einem Seemann oder gleichfalls Kaufmann? – auf dem Schwarzen Meer während einer Reise nach Trapezunt in der heutigen Türkei erlitt, weiß er zu berichten:

„die swarze se lert mich ain fass begreiffen, do mir zerprach mit ungemach mein wargantin, ein kauffman was ich, doch genas ich und kam hin, ich und ain Reuss“.

Anhand des folgenden Beispiels, das als literarisch nur im weiteren Sinne zu betrachten ist, soll deutlich werden, dass es insbesondere der Handel des aufkommenden Bürgertums, die wachsende Kaufmannschaft war, der nach den bislang überwiegend militärischen Berührungen zwischen den Völkern, den Feldzügen der Kreuzritter nach Litauen und der Rus, einzelnen Erkundungsreisen bis „in ein ander lant, daz war Russenia genant“, nun vermehrt den ökonomischen und damit auch den kulturellen Austausch beförderte.

Eine gewaltige Rolle in den Beziehungen zwischen deutschen und russischen Kaufleuten spielten die Spezialdolmetscher, die den einzelnen Hansestädten – Lübeck, Reval, Riga Marienburg, Königsberg bis nach Novgorod – zur Verfügung standen. Auf diese Art war allerdings die Verständigung ein aufwendiges Verfahren und es sollte sich – ähnlich wie im Handel zwischen Venedig und den oberdeutschen Städten, wie z.B. Nürnberg und Augsburg, als nützlich erweisen, dass vermutlich Kaufleute es waren, die zur Selbsthilfe griffen und ihre alltägliche berufliche Praxis in Form mehrsprachiger Wörterbücher dokumentierten.

Was im Falle des oberdeutsch-venezianischen Austausches ein Adam von Rottweil mit seinem deutsch-venezianischen Wörterbuch von 1477 leistete, fand, wenn man so will, einen Nachahmer in einem Deutschen, der Russisch lernen wollte und aller Wahrscheinlichkeit auch in Russland weilte, und seinem „Russischbuch“, das vermutlich vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt. Es könnte laut linguistischen Studien im Gebiet Novgorod entstanden sein oder aber mit Hilfe eines Russen aus Nordwestrussland zusammengestellt worden sein.

Die Vertreter vieler ausländischer Handelsgesellschaften, die im 16. und 17. Jahrhundert in Russland tätig waren, trachteten wiederholt danach, über Moskau einen Handelsweg nach dem Osten einzurichten. Der Herzog von Holstein, Friedrich III., erhielt vom russischen Zaren 1633 die Genehmigung, Waren aus Persien über das Kaspische Meer, entlang der Wolga und Oka nach Moskau zu bringen und von dort auf dem Landweg nach Westen. Diese Gesandtschaft, oder Reise, wurde bekanntlich hervorragend vom Sekretär der Delegation, dem hochgebildeten Historiographen Olearius beschrieben, dessen ausführliche Reisebeschreibungen mit zuweilen sehr ablehnenden Charakterisierungen der russischen Menschen bis heute zu den bemerkenswertesten Büchern über Russland gehört, das vielfach in fremde Sprachen übersetzt wurde und einen Ehrenplatz auch in russischen Bibliotheken fand.

Bei Olearius stößt man auch auf den Namen Paul Fleming und hier beginnt es in der Tat literarisch im engeren Sinne zu werden. Fleming, der alles, was ihm und seinen Begleitern auf der Reise begegnete, mit unversiegbarer Neugier, Begeisterung und Wissbegierde aufnahm, widmete der Reise ein ganzes Buch mit Sonetten, Sendschreiben und Oden. Er gilt als größter deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts und direkter Vorläufer der klassischen deutschen Dichtung, der Epoche von Goethe und Schiller. Wir haben es also nicht nur mit dem größten Poeten seines Jahrhunderts zu tun, sondern auch mit einem Russlandreisenden und mit seinen Reiseeindrücken sind die besten Früchte seines poetischen Schaffens verknüpft. Flemings Poesie entspringt dem eigenen Erleben.

Fleming hielt sich während der Gesandtschaft im Jahre 1634 für längere Zeit in Nowgorod auf. Er hatte sich vermutlich vor dem Hintergrund der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges entschlossen, sein Heimatland für immer oder zumindest für lange Zeit zu verlassen.

Nach Überschreiten der Grenze zum russischen Reich war er gleich von ganz anderen Bildern beeindruckt. Sehr bald erhielt Fleming die Möglichkeit, das russische Leben ganz aus der Nähe kennenzulernen und sich an die Besonderheiten dieser Lebensweise zu gewöhnen.

 

 Dr. Thomas Hohnerlein ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz / Saarland

Der komplette Vortrag auf der Seite der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V.:

https://gdrf.info/streiflichter/ 

 

Bitte vormerken:

Eine weitere Veranstaltung der Regionalgruppe Saarland-Westpfalz der GDRF findet statt am:

28. Juni 2026 zwischen 11.30 und 14.30Uhr

in der Kulturwerkstatt Beckingen 

Anlass ist der 85. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941.

Der Flyer zur Veranstaltung mit Programm (pdf)

 


Bild(er): Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V.

 

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im Februar 2026

Sonntag, 18. Januar 2026 von DFV-RPS (DRR)

NDS-Gesprächskreise

Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in der Region im Februar 2026:

(wird ggf. ergänzt)

 

06.02.26 Frankfurt am Main:

Dr. Werner Rügemer:Ukraine, Venezuela, Grönland, Iran …. Wer oder was bestimmt die US-Politik?

 

Alle Veranstaltungen der NachDenkSeiten-Gesprächskreise

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Quo vadis, AfD?

Donnerstag, 15. Januar 2026 von DFV-RPS (DRR)

von Klaus Hartmann

Klaus Hartmann

Friedenspartei? Koalitionspartner für Kriegstreiber?

Vortrag bei der Videokonferenz des Gesprächskreises „Die Rot-Weisen“ am 12.12.2025

Der Originalbeitrag wurde am 13. Januar 2026
auf freidenker.org veröffentlicht

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar:
Bereitgestellt von freidenker.org
Download (mit rechter Maustaste anklicken und „Link bzw. Ziel speichern unter..“ wählen)

In Überlegungen zur notwenigen politischen und sozialen Verbreiterung der Friedensbewegung kommt die Diskussion auch immer wieder auf die Parteien. Zu den kriegsbefürwortenden, kriegsertüchtigenden, das Feindbild Russland und Bedrohungslügen propagierenden Parteien ist der Fall klar, bei denen, die nicht auf solchen Positionen stehen, gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Das betrifft nicht zuletzt die „Alternative für Deutschland“.

Bevor wir uns, ohne länger nachzudenken, in den Parteientrubel stürzen, etwas Grundsätzliches vorweg. Wenn wir Freidenker zu parteipolitischen Entwicklungen Stellung nehmen, ist zur Vermeidung von Missverständnissen vorauszuschicken: Wir sind parteipolitisch unabhängig und weder ein Fanclub oder die Fußtruppe einer beliebigen Partei. Wir sehen uns mit Parteien nicht auf der gleichen Ebene und deshalb auch nicht als Mitspieler, denn wir bespielen ein anderes Spielfeld.

Von daher gibt es für uns auch keine Zusammenarbeit „mit Parteien“ als solchen. Ein solcher Anspruch wäre nicht nur anmaßend, er stünde auch im Widerspruch zu unserer Aufgabe als Weltanschauungs- und Kulturorganisation. In dieser Funktion beobachten, analysieren und bewerten wir freilich aufmerksam die Inhalte und Entwicklungen im Parteienzirkus – bei allen kritischen Vorbehalten gegenüber dem hierzulande, im „freien Westen“ generell praktizierten Modell der Parteiendemokratie.

Die Kriterien unserer Bewertung liefert unsere dialektisch-materialistische Weltanschauung und eine darauf gegründete Erkenntnistheorie und Geschichtsauffassung sowie ein Kulturverständnis, das auf die freie Entfaltung und Selbstbestimmung aller in einer sozialistischen Gesellschaftsordnung orientiert.

Zur Anwendung für unser Thema, zum Umgang mit AfD-Anhängern, gilt meiner Meinung nach Frei nach Rosa Luxemburg: „Die Unfreiheit beginnt immer mit der Diffamierung des Andersdenkenden“.

Auch in sozialen Bewegungen wie der Friedensbewegung gab und gibt es keine Zusammenarbeit mit Parteien als Organisationen. Es geht um die Zusammenarbeit in der Aktion mit Personen und Mitgliedern, die gleiche Ziele und Forderungen unterstützen. Gegenüber der AfD ist in der Friedensbewegung Ablehnung und Abgrenzung verbreitet, und das speist sich aus verschiedenen Quellen: Der sich – anmaßend und irreführend – „Verfassungsschutz“ nennende Inlandsgeheimdienst verbreitet im Regierungsauftrag unentwegt die Behauptung, die AfD sei „gesichert rechtsextrem“. Viele Verantwortliche in der Friedensbewegung halten es nicht für opportun, dieser These öffentlich zu widersprechen. Hinzu kommt eine gewisse, teilweise nostalgische Verbundenheit zu vormals dem Frieden zugeneigten Parteien wie SPD und Grünen, ebenso zu den Gewerkschaften und Kirchen, auch aus der Überzeugung, dass zu ihnen, trotz ihrer gegenwärtig konträren Positionierung, nicht alle Fäden abreißen sollten.

Schließlich wird in der Debatte behauptet, die AfD sei eine „faschistische“ oder „prä-faschistische“ Partei. Das halte ich für Humbug.

  • Erstens lehne ich diese Charakterisierung wegen der damit verbundenen Verniedlichung und Verharmlosung des historischen Faschismus ab.
  • Zweitens benötigen die Herrschenden heute für Militarisierung und reaktionären Staatsumbau keine anderen Kräfte als die Regierenden, die dieses Geschäft bereits seit Jahren mustergültig betreiben.
  • Drittens sorgen die Burgfriedenspolitik der Gewerkschaften, die Gehirnwäsche der Leitmedien im Verbund mit staatlich finanzierten „NGOs“ sowie die Verschärfungen des Strafrechts nebst EU-Sanktionen für die Niederhaltung oppositioneller Regungen.
  • Viertens liegen für den Fall einer notwendigen „präventiven Aufstandsbekämpfung“ die Instrumente (Notstandsgesetzgebung, EU-Richtlinie zur Terrorismusbekämpfung) bereit, ebenso wie das politische Personal für die Anwendung, wie „Ausnahmezustände“ und ein herbeigewünschter „Spannungsfall“ zeigen.
  • Fünftens ist das Kapital heute nicht mehr national beschränkt, sondern selbst global organisiert und auf internationale Wertschöpfungsketten ausgerichtet, dass ihm eine „nationale Alternative“ eher dysfunktional erscheint.
  • Sechstens ist das zentrale Kriterium für faschistische Formationen die Bereitschaft zum imperialistischen Angriffskrieg. Dem steht heute eine Reihe von Parteien nahe, aber die AfD keineswegs an erster Stelle.
  • Siebentens ist die Sympathie zu Hitler-Komplizen wie Bandera und Schuchewytsch in der Ukraine heute ein Kennzeichen anderer Bundestagsparteien als der AfD.

Um es mit dem Faschismus-Forscher und Freidenker-Beiratsmitglied Kurt Gossweiler zu sagen:

„Die geschichtlichen Erfahrungen haben gezeigt: Die imperialistische Bourgeoisie wählt den Weg des Überganges von der bürgerlichen Demokratie zu einem Staat faschistischen Typs nicht nur dann, wenn es gilt, ihre Herrschaft gegen eine drohende proletarische Revolution zu verteidigen, sondern auch dann, wenn es ihr darum geht, jeden inneren und äußeren Widerstand gegen einen von ihr geplanten oder bereits entfesselten exzessiven Expansionskrieg oder gar einen Krieg um die Weltherrschaft unmöglich zu machen oder niederzuhalten.“ (zit. n. Freidenker 2-2025)

Nebenbei: Um sich vom Faschismus-Vorwurf zu exculpieren, fiel der AfD-Co-Vorsitzenden der ebenso unsäglich dumme wie unappetitliche Satz ein, dass „Hitler ein Kommunist“ gewesen sei. Wer im herrschenden Gehirnwäsche-Betrieb mitspielt, hat keine Chance, ihm zu entkommen.

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