Empfehlung der Redaktion
Ein weiteres aufschlussreiches Interview auf Neutrality Studies Deutsch (im Rahmen der „Digitalen Agora“):

Nach 4,5 Jahren Stellvertreterkrieg bricht etwas auf: Wenn die Risse im pro-Kriegs-Narrativ so groß werden, dass selbst Neocons zugeben müssen, dass dem Imperium die Munition ausgeht, ist ein Wendepunkt erreicht. Und das haben wir schon einmal erlebt. Was David Gibbs den „Vietnam-Moment“ nennt, ist nicht mehr weit entfernt.
In diesem Gespräch berichtet Professor David Gibbs von der University of Arizona über seine Reise ins Baltikum und argumentiert, dass antirussische Stimmung weitverbreitet ist und russischsprachige Minderheiten Ausgrenzung erfahren. Er und Pascal Lottaz vergleichen die westliche Kommunikation über die Ukraine mit Vietnam, erörtern die politischen Kosten eines Rückschlags und diskutieren, wie die Sprache des Kulturkampfs zur Unterstützung militärischer Interventionen eingesetzt werden kann.
00:00:00 Russophobie im Baltikum und russische Minderheiten
00:10:42 Russophobie, Stereotype und Rassismus
00:16:47 Ukraine und ein zweiter Vietnam-Moment
00:32:30 EU-Eliten, Kriegsnarrative und Krise
00:39:09 Kann eine neue Anti-Kriegs-Koalition entstehen?
00:52:13 Was, wenn Russland nicht zerbricht?
01:00:08 Rechenschaftspflicht, Niederlage und Eskalation
01:14:07 Wo David Gibbs zu finden ist
Original Video: The „Vietnam Moment“ Is Near: Empire Exhausts Itself | Prof. David Gibbs
David N. Gibbs: https://dgibbs.arizona.edu/

nach kurzer und sehr schwerer Krankheit ist unser Genosse und Freund Gerhard Broquard gestorben.
Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 05.08.2026 um 11:00 Uhr auf dem Friedhof in Sulzbach statt. Vom Freidenker-Verband Rheinland-Pfalz/Saar werden wir ein Blumengebinde mit Trauerschleife niederlegen.
Klaus Hartmann wird die Trauerrede halten. Monique Broquard hat für die Feier eine Auswahl von Arbeiterliedern getroffen, die vorgetragen werden.
Gerhard war Mitglied im Landesvorstand und wird uns sehr fehlen.
Wir wünschen Monique in dieser schweren Zeit viel Kraft und Mut!
Monika Krotter-Hartmann
(Vorsitzende des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saarland)

Red.

Im Rahmen des seit 2015 alljährlichen Friedenswoche in unmittelbarer Nähe zur US Air Base lud die Kampagne Stopp Air Base Ramstein dieses Jahr zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Gabriele Krone-Schmalz in Kaiserslautern ein. In Kooperation mit den NachDenkSeiten-Gesprächskreisen Südwest – Kaiserslautern, Speyer, Karlsruhe, Mannheim, Wiesbaden und Frankfurt und der Friedens- und Zukunftswerkstatt fand die von Reiner Braun moderierte Abendveranstaltung als Teil der jährlichen Friedenswoche der Aktionskampagne statt. Sie diente der inhaltlichen Einstimmung auf die am darauffolgenden Samstag, den 27. Juni 2026, stattfindenden zentralen Friedensdemonstration.
Bericht von der Friedensdemo Stopp Air Base Ramstein (YouTube-Short)
… und eine berührende und nachdenklich stimmende Rede von Jay Drieß auf der Kundgebung am Schluss der Demo:
Wer die Demo selber verpasst hat: hier ist sie festgehalten inklusive der Redner und musikalischen Beiträge auf der Schlusskundgebung:
14.08.26 Limburg:
Dr. Bernhard Winter – „Die Militarisierung des Gesundheitswesens“
15.08.26 Darmstadt:
Musik baut Brücken – ein musikalischer Abend mit dem Duo „Kult-tic“ (Wolfgang und Sonja)
19.08.26 Speyer:
Andrej Hunko – „Das Thema Corona ist nicht vorbei – es ist verdrängt“
27.08.26 Darmstadt:
Eugen Drewermann – „Nur durch Frieden bewahren wir uns selber – Die Bergpredigt als Zeitenwende“
03.07.26 Frankfurt/M:
Karin Leukefeld –Was wollen USA, EU und NATO vom Iran – und was hat das mit Palästina zu tun?
07.07.26 Frankfurt/M:
von Michael Quetting
Am 21. Juni 2026 beginnt kalendarischer Sommer genau um 10:24 Uhr. 1941 war es 21:33 Uhr, als die Sonne ihren Hochstand über dem nördlichen Wendekreis erreichte.
Die Sommersonnenwende übt seit jeher eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Am längsten Tag des Jahres lässt es sich gut feiern. So auch dieses Jahr. Es gibt ein zentrales Fest rund um das Reichstagsgebäude in Berlin, und auch der Landtag in Saarbrücken will nicht abseits stehen. Gefeiert wird der Nationale Veteranentag.
Der Gedenktag ist offiziell am 15. Juni. Da das aber ein Werktag ist, finden die Festveranstaltungen am 21. Juni statt.

Ehre den deutschen Soldaten. Nach dem Ersten Weltkrieg war es der „Volkstrauertag“, die Nazis machten daraus „Heldengedenktag“, und bei uns heißt es nun „Nationaler Veteranentag“. Nun gedenkt natürlich das offizielle Deutschland nur den westdeutschen Soldaten, die Nationale Volksarmee der DDR hatte sich ja im Gegensatz zur Bundeswehr noch nicht einmal an einem Krieg beteiligt.
Gestärkt werden soll die Verbundenheit zwischen Soldat und Gesellschaft. Das Militärische wird normalisiert. Schließlich werden Soldaten gebraucht, selbstverständlich auch Soldatinnen. Und sie nehmen auch schon die Kinder mit 17 Jahren. Wertschätzung ist da wohl das Mindeste. Da muss man schon eine Priorität setzen. Natürlich hätte man zum Beispiel auch einen Tag der Wertschätzung für Pflegekräfte beschließen können, aber deren Leistungen reichen da wohl nicht.
Zurück zum Datum. Erinnern wir uns an den 21. Juni vor 85 Jahren?
Der 21. Juni 1941 war der unmittelbare Vorabend des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion. An diesem Tag liefen die letzten, fieberhaften Vorbereitungen der Wehrmacht für den größten Feldzug der Geschichte, der als erbarmungsloser Vernichtungskrieg geplant war. Um 13:00 Uhr erfolgte der Befehl für den Angriff. Das vereinbarte Codewort für den Beginn am nächsten Morgen lautete „Dortmund“. Am 22.6. um 03:05 Uhr in der Früh begann der rassenideologische Vernichtungskrieg mit barbarischen Kriegsverbrechen, Massenerschießungen durch Einsatzgruppen und dem gezielten Aushungern. Ruhm und Ehre ist da für die Wehrmacht nicht zu vermitteln.
85 Jahre später feiern wir nun unsere Soldaten. Ich will sie keineswegs mit den Nazis gleichsetzen. Die Bundesregierung muss etwas tun, schließlich soll die Bundeswehr zur „konventionell stärksten Armee Europas“ werden.
Mir bereitet der Zeitpunkt besondere Bauchschmerzen. Die deutsche Armee an einem solchen Tag zu feiern, ist nicht angebracht. Wie kommt das bei unseren Nachbarvölkern so an? Was werden die Russen sagen, dass wir sie zum dauerhaften Feind erklären? Wie wirkt die Russophobie angesichts der Situation, dass es nahezu keine sowjetische Familie gibt, die keine Toten in diesem Krieg zu beklagen hatte? Mir ist unwohl.
Nun, ich begehe den 21. Juni Jahr anders. Ich fahre mit meiner Gewerkschaft zu verschiedenen Stätten des Widerstandes und des Gedenkens, zuerst ins Nationale Museum für Widerstand und Menschenrechte nach Esch-sur-Alzette in Luxemburg und dann nach Ban Saint-Jean in Frankreich. Dort gibt es eine internationale Kundgebung von Gewerkschaftern (siehe Bericht „Arbeiterbewegung in Saar-Lor-Lux für Frieden – An einem Sommertag„).
Wir gedenken der schätzungsweise 27 Millionen Toten der sowjetischen Völker. Etwa ein Drittel der Toten entfiel auf Soldaten, zwei Drittel auf die Zivilbevölkerung. Die Rote Armee befreite dann Europa vom Faschismus. Diese Soldaten beendeten im Zweiten Weltkrieg die Schreckensherrschaft der Nazis. Sie waren die Befreier nicht nur des KZs Auschwitz. An diese Veteranen möchte ich denken.
So kann man sich zur Sommersonnenwende entscheiden, wie man den Tag begeht. Geschichtsvergessen oder wollen wir aus unserer Geschichte lernen?
Meine Freunde von der Saar sagen gemeinsam mit Freunden aus Frankreich und Luxemburg: Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter. Wir kämpfen über Ländergrenzen hinweg für den Frieden, laut erklingt unser Ruf:
„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“
Jedes Quartal schreibt das Ver.di-Mitglied Michael Quetting auf seiner Webseite einen aktuellen Kommentar, den er „Gedanken auf der Ruhebank“ nennt. Dies ist der Text, den er zum Sommerbeginn 2026 geschrieben und veröffentlicht hat.
Aus dem Rundbrief für ver.di Aktive an Saar und Blies, Ausgabe 10/26 (Nr.57) vom 26. Juni 2026
Auszug aus einem Rundbrief von ver.di OV Saar-Blies
Der Feldzug der Nazis zielte auf einen rassistischen Vernichtungskrieg zur Zerstörung des „jüdischen Bolschewismus“. Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion sollte erobert, ihre politischen und militärischen Führungskräfte ermordet und große Teile der Zivilbevölkerung dezimiert und entmachtet werden. Mit dem Hungerplan, zu dem die Belagerung Leningrads gehörte, wurde der Hungertod vieler Millionen Kriegsgefangener und Zivilisten einkalkuliert, und nach dem „Generalplan Ost“ sollten großangelegte Vertreibungen folgen. Außerdem wurden Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ausgebildet, die hinter der Front Massenmorde an Juden, Slawen und kommunistischen Funktionären begehen sollten. Zu all dem erteilte das NS-Regime seit März 1941 völkerrechtswidrige Befehle, die von der Wehrmachtsführung ihrerseits übernommen und weitergegeben wurden. Das alles war Grund genug, an diesem Tag feierlich dieses Ereignis zu gedenken und deutlich zu machen, wir wollen weder Krieg noch Faschismus.

Am Sonntag, 21. Juni, fuhren wir bei brutaler Hitze mit vollem Bus ins Musée National de la Résistance et des Droits Humains (MNRDH) in Esch-sur-Alzette in Luxemburg. In zwei Gruppen gab es eine Führung zum Widerstand, zur NS-Repression und zum Holocaust im Nachbarland. Begleitet wurden wir von aktiven Gewerkschaftern, die uns von ihrer antifaschistischen Friedensarbeit erzählten. Um 11 Uhr hieß es weiterfahren nach Frankreich, das Ziel hieß Guinkirchen. Die Anfahrt war für den großen Bus nicht so einfach, aber unser Fahrer war spitze und er kann auch rückwärtsfahren an Abgründen vorbei. Im modernen Gemeinschaftshaus trafen wir auf französische Kolleginnen und Kollegen und wir stärkten uns mit leckerem Grillschinken und Getränken. Seit dem frühen Morgen war der Schinken gegrillt worden. Nach dem Freundschaftsessen verlegten wir die Kundgebung kurzerhand in den Saal. Unser Kollege Hans Ruge interpretierte gefühlsvoll Jepestinija Stepano-was Garten und Kollege Rainer Tobae hielt eine bewegende Rede, die auf viel Zustimmung stieß. Anschließend schilderte Kollegin Christine Le Yaouanc von La France insoumise für die französische Seite deren Kampf. Ernst-Rainer Hertel sprach ein Grußwort für die VVN-Bund der Antifaschisten. Der Lehrer Gabriel Becker informierte über die Bedingungen des Lagers und zeigte sehr eindrucksvolle Bastelarbeiten der Gefangenen, die den Bauern geschenkt wurden, zu deren Arbeitseinsatz sie abkommandiert wurden. Sie erhofften sich so Lebensmittel. Diese Bastelarbeiten waren sehr beeindruckend und lösten bei den Teilnehmern Betroffenheit aus. Hannelore Philippi schenkte namens der Gruppe Kraniche aus Homburg zwei Rechercheergebnisse zweier Gefangener, die im Lager gewesen waren. Dann ging es weiter zum Camp Ban Saint Jean bei Boulay. Auf dem Weg dorthin hielten wir am ukrainischen Friedhof. Dort sind nahezu 3.000 Sowjetbürger in einem Massengrab vergraben. Wir legten ein paar Blumen nieder. Hier nahe der saarländischen Grenze wurden von Herbst 1941 bis Herbst 1944 ca. 320.000 sowjetische Kriegsgefangene verwahrt und in un-würdigsten Bedingungen gehalten. Es war ein Zweiglager der Wehrmacht in Forbach und wurde Stalag XII G Johannis-Bannberg genannt. Gebaut wurde das Camp für 1.200 Menschen. Zeitweise pferchte man 4.000 Männer in das Lager. Wer arbeitsfähig war, musste arbeiten, versorgt wurden sie nicht. Sie aßen Gras und Würmer. 30.000 von ihnen starben an Hunger, Entkräftung, Totschlag oder Erschießungen, wie uns dort erklärt wurde. In praller Sonne auf offenem Feld ist eine Stele erbaut. Gemeinsam mit dem Lehrer Becker und Freunden und Kollegen aus Frankreich legten wir feierlich das Gebinde nieder und gedachten schweigend den Kriegsopfern.

Auf dem Internationalen Treffen gegen Faschismus und Krieg aus Anlass des 85. Jahrestags des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion hielt unser Vorsitzender Rainer Tobae eine Rede, die wir hier auszugsweise dokumentieren.
Am 22. Juni 1941 überschritten die Truppen des faschistischen Deutschlands die Grenze zur Sowjetunion. Es begann ein Vernichtungskrieg zur Zerstörung des von den Nazis so bezeichneten „jüdischen Bolschewismus“. Mit dem „Generalplan Ost“ sollten großangelegte Vertreibungen erfolgen, um die eroberten Gebiete anschließend zu germanisieren. Im Interesse des deutschen Kapitals sollten die enormen Bodenschätze ausgebeutet werden. Am Ende des Krieges hatte die Sowjetunion etwa 27 Millionen Tote zu beklagen, darunter mehr als 18 Millionen Zivilisten.
Wir gedenken heute allen Toten dieses Krieges, wir gedenken allen Opfern des Faschismus, wir gedenken all denen, die in unseren Ländern Frankreich, Luxemburg und Deutschland sich den Faschisten im Widerstand entgegenstellten.
Wir gedenken hier, im ehemaligen Militärlager Camp du Ban-Saint-Jean, den über hunderttausend Kriegsgefangenen aus den verschiedensten Sowjetrepubliken, die hier verwahrt und unter unwürdigsten Bedingungen gehalten wurden. Wir gedenken den 30.000 unter ihnen, die an Hunger und Entkräftung durch Totschlag und Erschießungen ihr Leben verloren. Und wir vergessen nie den entscheidenden Beitrag der roten Armee und der Völker der Sowjetunion zur Befreiung unseres Landes vom Faschismus.
…

Das Ausrufen der Zeitenwende durch den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz im Februar 2022 war das Signal für eine Hochrüstung, wie wir sie in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht erlebt haben. Seither verändert sich unser Land grundlegend. Zunächst wurde ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro aufgelegt, dann wurden 2 % des BIP für Militärausgaben veranschlagt, jetzt wird die Vorgabe von Trump und NATO, bis 2035 5 % des BIP für Rüstung aufzuwenden, vorzeitig umgesetzt. Das bedeutet, dass annähernd 50 % des gesamten Haushalts für Militärausgaben drauf gehen. Der Rüstungsmarkt boomt. In den vergangenen fünf Jahren stiegen laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut die globalen Waffenlieferungen um knapp zehn Prozent im Vergleich zum vorherigen Fünfjahres-Zeitraum. Europa hat seine Rüstungsimporte nahezu verdreifacht und steht nun im weltweiten Vergleich mit einem Anteil von 33 Prozent an erster Stelle. Der starke Anstieg der Waffenlieferungen an europäische Staaten hat die weltweiten Waffenlieferungen um fast zehn Prozent in die Höhe getrieben. Die Waffenimporte der derzeit 29 europäischen NATO-Staaten stiegen zwischen 2016 und 2025 um 143 Prozent an. Deutschland wurde mit einem Anteil von 5,7 Prozent am Weltgeschäft zum viertgrößten Waffenexporteur. Unser Land soll kriegstüchtig werden. Wir sehen das in vielen Bereichen der Gesellschaft.
Die Bundeswehr geht in unseren Schulen ein und aus und wirbt auch bei Minderjährigen. Die Regelmusterung ist eingeführt und die allgemeine Wehrpflicht wird vorbereitet. Sie brauchen offenbar die Wehrpflicht, um uns kriegstüchtig zu machen. Folgt dann, wenn wir kriegstüchtig sind, der Krieg?
Regelmäßig werden Bundeswehr und Aufrüstung in den Medien verklärt und beworben. Werbung sehen wir auch auf Sportplätzen und in Stadien, Rheinmetall stieg als Großsponsor bei Borussia Dortmund ein, unsere Brötchen erhalten wir in Bundeswehrtüten. Und – heute, einen Tag vor dem Überfall auf die Sowjetunion, feiert die Bundeswehr den Veteranentag und das ganze Land soll mitfeiern. Nein, wir feiern nicht mit. Wir sind nicht stolz auf die Veteranen, die beteiligt waren an dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien und der Bombardierung Belgrads. Wir sind nicht stolz auf diejenigen, die 2009 das Massaker von Kundus mit 142 Toten darunter Zivilisten und Kindern zu verantworten haben. Den Veteranentag heute zu begehen, ist mehr als eine politische Geschmacklosigkeit, es ist ein Skandal.
… Die Militarisierung der Gesellschaft hat längst die Arbeitswelt erreicht. Kollegen, die jahrzehntelang zivile Fahrzeuge produziert haben, finden sich plötzlich in Rüstungsbetrieben wieder. Wo gestern noch Waggons gebaut wurden, werden heute Panzer produziert, Lehrer werden verpflichtet, Soldaten einzuladen, Journalisten haben die außenpolitische Linie der Bundesregierung zu folgen und Sachbearbeiterinnen bei der Agentur für Arbeit werden darauf geschult, Arbeitslose zur Bundeswehr zu vermitteln.
Gleichzeitig erleben wir, wie der Sozialstaat ruiniert wird. Die Abschaffung des Bürgergeldes und die Verschärfung der Sanktionen gaben uns einen Vorgeschmack darauf, dass es dieses Mal um die Grundfeste sozialer und gewerkschaftlicher Errungenschaften geht. Öffentliche Diskussionen über die faulen Arbeitnehmer, Streichung von Feiertagen, das Schleifen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Koalitionsvereinbarung zur Abschaffung des acht-Stunden-Tages, die Vorbereitungen zu Einschränkungen des Streikrechtes. Mit der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung werden Beschäftigte und RentnerInnen weiter belastet, Leistungen in der Krebsvorsorge und beim
Zahnersatz werden gestrichen, bei der Pflegeversicherung wird der Zugang verschärft, Leistungen gestrichen, der Heimaufenthalt verteuert und Angehörige belastet. Auch bei der Rente drohen weitere Verschlechterungen. Wir sollen länger arbeiten und unsere Beiträge werden zu den Kapitalmärkten getragen.
Die Herrschenden versuchen uns dabei immer wieder weiszumachen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, sie wollen die Friedensfrage von der sozialen Gerechtigkeit trennen. Doch es ist so einfach wie wahr: Die Gleichen, die uns erzählen, es wäre kein Geld da für unsere soziale Sicherheit, treiben Milliarden und Abermilliarden für neue Waffen auf. Dieselben Ministerinnen und Minister, die die Ausgaben für Kranke und Arbeitslose kürzen, bieten Blankoschecks für die Rüstungsindustrie und Kriegswirtschaft. Wir hören, die Kassen sind leer, kein Geld für Gesundheitspersonal, für KITAS, kein Geld, um bezahlbare Wohnungen zu bauen, kein Geld da, um marode Schulen zu sanieren, für einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr. Aber wenn Aufrüstung auf der Tagesordnung steht, ändert sich der Ton, dann sind die Kassen prall gefüllt. Die Bekenntnisse zur Schuldenbremse klingen uns noch in den Ohren. Schulden machen für die Zukunftssicherung, das durfte nicht sein, plötzlich – wenn es der Kriegstüchtigkeit dient, ist es mutig, Schulden zu machen.
Als Begründung dient ein Bedrohungsszenario durch Russland und Zweifel an der Bündnistreue der Trump-Administration. Doch schon heute sind die NATO-Staaten (auch ohne die USA) Russland militärisch weit überlegen. Durch die geplanten Maßnahmen würde sich das krasse Übergewicht der NATO bei den weltweiten Militärausgaben noch auf zwei Drittel vergrößern.
13.06.26 Heidelberg:
3. Heidelberger Friedenskonferenz (mit Michael von der Schulenburg)
18.06.26 Limburg:
NDS-GK Limburg – Geschichte wiederholt sich?
19.06.26 Frankfurt/M:
Sevim Dağdelen – Den Bruch mit NATO und USA wagen
21.06.26 Darmstadt:
Roland Kern – Städtepartnerschaft Kursk – Speyer
24.06.26 Speyer:
Druschba Global – Mit dem PKW nach Russland zu Freunden
26.06.26 Kaiserslautern:

Die ganze Welt hielt in der Nacht vom 7. auf den 8. April den Atem an, in der Hoffnung Trump würde nach Ablauf seines Ultimatums nicht mit der Atombombe ernst machen. Er hatte gedroht, die Zivilisation des Iran innerhalb eines Tages komplett zu vernichten. Unter dieser Bedrohung der ganzen Menschheit, unterbreitete Iran die 10 Punkte, willigte in einen Waffenstillstand ein und rettete so die Menschheit vor einem nuklearen Winter.
Das zutiefst menschenfeindiche Israel machte genau das Gegenteil und bombardierte den Libanon in nie dagewesener Stärke. Israel sabotiert den Waffenstillstand, mit dem Iran. Sie machen mit ihrem verbrecherischen Aggressionskrieg gegen den Iran weiter, von dem sie wissen, dass sie diesen nicht mit konventionellen Waffen gewinnen können. Israel stellt sich an die Spitze im Krieg gegen den Iran, die USA folgen ihnen und machen gleichzeitig Waffenstillstandsverhandlungen.
Da sie den Iran nicht mit konventionellen Waffen bezwingen können, steht zu befürchten, dass sie die Samson-Option (Einsatz der Atombombe) wahr machen, die sie schon lange für den Fall geplant haben, dass die Existenz Israels bedroht ist. Es sieht so aus, als ob sie es genau darauf anlegen. Die USA werden Israel nicht zwingen, sich an den Waffenstillstand zu halten und ihnen die Atombombe abnehmen. Zu stark sind die christlichen Zionosten in der US-Regierung, die für den Armageddon beten und sich die nukleare Apokalypse herbeisehnen.
Selbst wenn keine weiteren Atommächte einsteigen, wird ein Atomschlag gegen den Iran kein regionaler Konflikt bleiben. Er wird den ganzen Erdball betreffen, wenn der nukeare Winter auch die Gegenden heimsucht, wo die Atombombe nicht gefallen ist.
Wir die Völker der Welt müssen aufstehen und uns zusammenschließen zur Verhinderung eines Atomschlags Israels gegen den Iran. Es darf nicht sein, dass diese zionistischen Verbrecher die Menschheit in den atomaren Abgrund stürzen.
Stopp die zionistische Aggression gegen Iran, Libanon, Jemen und Palästina Wir fordern unsere Regierung auf, jede Unterstützung dieses illegalen Angriffs-Krieges gegen diese Länder zu beenden
Die Bedingungen des Iran zur Nutzung der Straße von Hormuz und zur Beendigung des Krieges müssen erfüllt werden:
Wann / Wo:
Kommt zum Autokorso am 26.4.26 um 13:00Uhr
Start : Hessischer Rundfunk
Sehr aufschlussreiche Analyse, was für ein Desaster die Trump-Regierung zusammen mit Natanjahu verursacht. Eine Fülle an Hintergrundinformationen, die man so in unseren Hauptmedien nicht hört. Patrick Henningsen am 12.04 im Podcast von Danny Haiphong:
Trump im Panikmodus in Islamabad – Iran sprengt das US-Imperium
Hierzu noch ein weiteres Kurzes Video, was für „Segnungen“ für Donald Trump im Weißen Haus stattfinden:
Ein Kommentar hierzu auf The Grayzone von é:
Abtrünnige der christlichen Rechten beten für Krieg gegen Iran
Und hier zwei kurze Ausschnitte von Paula White, „Spiritual Leader“ von Donald Trump, und „Leiterin des Büros für Glaubensfragen des Weißen Hauses“ (in den beiden oberen Videos die Frau im roten Blazer bzw. rosa Kleid):
(für die Videos das jeweilige Bild anklicken)
05.05.26 Frankfurt am Main:
Diether Dehm – Autorenlesung mit Diether Dehm „Aufstieg und Niedertracht”
08.05.26 Limburg an der Lahn:
Norbert Häring – Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen
13.05.26 Speyer:
Martin Beck – „Wenn Waffen sprechen“ – Der Beginn einer Fabel
20.05.26 Frankweiler (Südpfalz):
Werner Rügemer – Das Ende des Wohlstands? Arbeitsplatz- und Sozialabbau in Deutschland
21.05.26 Limburg an der Lahn:
Heinz Mauelshagen – Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?

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