Vortrag von Dr. Thomas Hohnerlein aus Anlass einer Veranstaltung der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V. – Regionalgruppe Saarland- Westpfalz in Beckingen am 20.12.2025

Thomas Hohnerlein zum Thema:
„Als wir im Sommer vergangenen Jahres eine Regionalgruppe der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft im Saarland und der Westpfalz gründeten, lag es nahe, unmittelbar danach mit der Planung einer Veranstaltung zu beginnen, mit der wir uns einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen konnten. Wie zu vermuten, sollte dies kein einfaches Unterfangen werden. Wer sich heute zu den Freunden Russlands und der russischen Völker zählt, muss von vornherein darauf gefasst sein, dass er sich mehr Hindernissen gegenübersieht, als ihm lieb sein kann. Und dennoch fanden wir einen schönen Raum, wir sicherten die Finanzierung über Eigenmittel, wir warben für die Veranstaltung im eher informellen Rahmen. Kurzum – die Organisation ging erstaunlich unkompliziert über die Bühne.
Nun stand im Zentrum der Vorbereitungen die Frage, was den Kern unserer Botschaft ausmachen sollte. Als GDRF verstehen wir uns als Akteure einer Volksdiplomatie, die insbesondere den Freundschaftsgedanken jenseits politischer oder ideologischer Präferenzen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt – also Dialog, kulturellen Austausch, praktischen Austausch über Reisen und Sprachvermittlung, das Kennenlernen des anderen, insbesondere einer russischen Wirklichkeit durch ein deutsches Zielpublikum.
Auch wenn dieses Publikum bereits einer permanenten russophoben Dauerindoktrination ausgesetzt ist, die auch in durchaus relevantem Ausmaß zu greifen scheint, so darf doch nicht verkannt werden, dass die soziale und kulturelle Wirklichkeit noch nicht in dem Maße vergiftet ist, wie es uns die herrschende Politik, deren Funktionseliten, ihre ideologischen Mitläufer und ihre liebedienerischen Medien glauben machen wollen.
Wir setzten auf den offiziell schweigenden Teil, die zahlreichen Menschen in unserer sozialen Wirklichkeit, die dem antirussischen Reflex nicht erliegen, deren Kenntnisse des „Anderen“ aber gering oder nicht vorhanden sind. Menschen, die offen sind, wenn nicht hungrig nach alternativen Narrativen, deren Bedürfnisse zu befriedigen in dieser Gesellschaft aber schon fast an Vaterlandsverrat grenzt.
Was also tun, wenn man kein Geld hat, teure Kultur oder Vorträge „einzukaufen“, wenn man im trüben Wasser schwimmt, und man nicht weiß, ob und wo dieser Versuch auf Gegenliebe oder auf offene, wenn nicht aggressive Ablehnung stößt?
Mir kam als Ausgangspunkt recht spontan die Idee, eine historische Reise zu konzipieren, in deren Verlauf der Blick des Anderen dargestellt werden sollte – der Deutschen auf die russländischen Völker (insbesondere die Russen) und der Blick letzterer auf die Deutschen.
Meine Bibliothek barg eine reiche Fülle an Beispielen, beginnend im späten 15. Jahrhundert. Die Fülle war so groß, dass ich mich nolens volens bescheiden musste, kürzen musste, ausschließen musste, so dass herausragende Autoren nicht vorkommen konnten. Auch chronologisch musste ich eine Grenze einziehen, das Jahr 1945. So sind denn die „Streiflichter“ übriggeblieben. Mit dem Entstehen einer Literatur im ersten sozialistischen deutschen Staat, der DDR, und einer eigenen Literatur, hätte sich mein Gegenstand zu einem Symposium ausgeweitet. Gar nicht zu reden vom Kalten Krieg und der beginnenden Verteuflung alles Russischen im Westen.
Grundgedanke sollte sein, Denkmäler virtuell wieder aufzurichten, wo sie im Augenblick in einem antirussischen Furor zerstört werden (wie in der Ukraine, aber auch im Baltikum, usw.), demontiert werden (wie mit dem Dostojewski Denkmal in Dresden geschehen) oder durch Namensaberkennung dem Vergessen anheimgegeben werden sollen (wie im Falle einer Puschkinschule in Dresden).
Russische Kultur tilgen zu wollen, unsichtbar und undenkbar machen zu wollen, heißt auch, Teile unserer eigenen Wurzeln zu kappen. Ein Nihilismus jeglicher Ergebnisse eines jahrhundertelangen Austausches, gegenseitiger Befruchtung lässt im Eigenen eine banale Hülle übrig, die letztlich den Verfall der eigenen Gesellschaft befördert. In diesem Sinne möchten wir eine Gegenströmung erzeugen.“
Über recht intensive, wiederkehrende und anhaltende Kontakte zwischen unseren Völkern und unseren Kulturen wissen schriftliche Dokumente und die Literatur im umfassenden Sinne schon früh zu berichten.
Die „Rus“ und die „Russen“ sind schon in den mittelhochdeutschen Epen und in den Werken der deutschen Dichter des Mittelalters nichts Seltenes. So werden sie schon gemeinsam mit den Griechen und den „wilden Petschenegen“ unter den Kriegern des Königs Etzel im Nibelungenlied erwähnt.
Auf Überlieferungen über die ferne Rus‘ stoßen wir schon bei Walter von der Vogelweide, Hartmann von Aue, bei Tannhäuser oder Ulrich von Lichtenstein.
Und bei Oswald von Wolkenstein (1377-1445), einem deutschen Dichter aus dem Val Gardena in Südtirol, der nach den Vorbildern der Ritterpoesie erzogen war, der die „russischen“ Lande besuchte und die „russische“ Sprache kannte. Immer wieder gibt es Bezüge zu Russland oder den Russen.
„Ich han gewandelt manig her, gen Preussen, Reussen, über mer“
„Es wär noch vil ze sagen … was ich in jungen tagen, geabenteuert han, mit cristan, Reussen, haiden“
Und von einem Schiffbruch, den er gemeinsam mit einem Russen – einem Seemann oder gleichfalls Kaufmann? – auf dem Schwarzen Meer während einer Reise nach Trapezunt in der heutigen Türkei erlitt, weiß er zu berichten:
„die swarze se lert mich ain fass begreiffen, do mir zerprach mit ungemach mein wargantin, ein kauffman was ich, doch genas ich und kam hin, ich und ain Reuss“.
Anhand des folgenden Beispiels, das als literarisch nur im weiteren Sinne zu betrachten ist, soll deutlich werden, dass es insbesondere der Handel des aufkommenden Bürgertums, die wachsende Kaufmannschaft war, der nach den bislang überwiegend militärischen Berührungen zwischen den Völkern, den Feldzügen der Kreuzritter nach Litauen und der Rus, einzelnen Erkundungsreisen bis „in ein ander lant, daz war Russenia genant“, nun vermehrt den ökonomischen und damit auch den kulturellen Austausch beförderte.
Eine gewaltige Rolle in den Beziehungen zwischen deutschen und russischen Kaufleuten spielten die Spezialdolmetscher, die den einzelnen Hansestädten – Lübeck, Reval, Riga Marienburg, Königsberg bis nach Novgorod – zur Verfügung standen. Auf diese Art war allerdings die Verständigung ein aufwendiges Verfahren und es sollte sich – ähnlich wie im Handel zwischen Venedig und den oberdeutschen Städten, wie z.B. Nürnberg und Augsburg, als nützlich erweisen, dass vermutlich Kaufleute es waren, die zur Selbsthilfe griffen und ihre alltägliche berufliche Praxis in Form mehrsprachiger Wörterbücher dokumentierten.
Was im Falle des oberdeutsch-venezianischen Austausches ein Adam von Rottweil mit seinem deutsch-venezianischen Wörterbuch von 1477 leistete, fand, wenn man so will, einen Nachahmer in einem Deutschen, der Russisch lernen wollte und aller Wahrscheinlichkeit auch in Russland weilte, und seinem „Russischbuch“, das vermutlich vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt. Es könnte laut linguistischen Studien im Gebiet Novgorod entstanden sein oder aber mit Hilfe eines Russen aus Nordwestrussland zusammengestellt worden sein.
Die Vertreter vieler ausländischer Handelsgesellschaften, die im 16. und 17. Jahrhundert in Russland tätig waren, trachteten wiederholt danach, über Moskau einen Handelsweg nach dem Osten einzurichten. Der Herzog von Holstein, Friedrich III., erhielt vom russischen Zaren 1633 die Genehmigung, Waren aus Persien über das Kaspische Meer, entlang der Wolga und Oka nach Moskau zu bringen und von dort auf dem Landweg nach Westen. Diese Gesandtschaft, oder Reise, wurde bekanntlich hervorragend vom Sekretär der Delegation, dem hochgebildeten Historiographen Olearius beschrieben, dessen ausführliche Reisebeschreibungen mit zuweilen sehr ablehnenden Charakterisierungen der russischen Menschen bis heute zu den bemerkenswertesten Büchern über Russland gehört, das vielfach in fremde Sprachen übersetzt wurde und einen Ehrenplatz auch in russischen Bibliotheken fand.
Bei Olearius stößt man auch auf den Namen Paul Fleming und hier beginnt es in der Tat literarisch im engeren Sinne zu werden. Fleming, der alles, was ihm und seinen Begleitern auf der Reise begegnete, mit unversiegbarer Neugier, Begeisterung und Wissbegierde aufnahm, widmete der Reise ein ganzes Buch mit Sonetten, Sendschreiben und Oden. Er gilt als größter deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts und direkter Vorläufer der klassischen deutschen Dichtung, der Epoche von Goethe und Schiller. Wir haben es also nicht nur mit dem größten Poeten seines Jahrhunderts zu tun, sondern auch mit einem Russlandreisenden und mit seinen Reiseeindrücken sind die besten Früchte seines poetischen Schaffens verknüpft. Flemings Poesie entspringt dem eigenen Erleben.
Fleming hielt sich während der Gesandtschaft im Jahre 1634 für längere Zeit in Nowgorod auf. Er hatte sich vermutlich vor dem Hintergrund der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges entschlossen, sein Heimatland für immer oder zumindest für lange Zeit zu verlassen.
Nach Überschreiten der Grenze zum russischen Reich war er gleich von ganz anderen Bildern beeindruckt. Sehr bald erhielt Fleming die Möglichkeit, das russische Leben ganz aus der Nähe kennenzulernen und sich an die Besonderheiten dieser Lebensweise zu gewöhnen.
Dr. Thomas Hohnerlein ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz / Saarland
https://gdrf.info/streiflichter/
(wird ggf. ergänzt)
06.02.26 Frankfurt am Main:
Dr. Werner Rügemer:Ukraine, Venezuela, Grönland, Iran …. Wer oder was bestimmt die US-Politik?
von Klaus Hartmann

Vortrag bei der Videokonferenz des Gesprächskreises „Die Rot-Weisen“ am 12.12.2025
Der Originalbeitrag wurde am 13. Januar 2026
auf freidenker.org veröffentlicht
In Überlegungen zur notwenigen politischen und sozialen Verbreiterung der Friedensbewegung kommt die Diskussion auch immer wieder auf die Parteien. Zu den kriegsbefürwortenden, kriegsertüchtigenden, das Feindbild Russland und Bedrohungslügen propagierenden Parteien ist der Fall klar, bei denen, die nicht auf solchen Positionen stehen, gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Das betrifft nicht zuletzt die „Alternative für Deutschland“.
Bevor wir uns, ohne länger nachzudenken, in den Parteientrubel stürzen, etwas Grundsätzliches vorweg. Wenn wir Freidenker zu parteipolitischen Entwicklungen Stellung nehmen, ist zur Vermeidung von Missverständnissen vorauszuschicken: Wir sind parteipolitisch unabhängig und weder ein Fanclub oder die Fußtruppe einer beliebigen Partei. Wir sehen uns mit Parteien nicht auf der gleichen Ebene und deshalb auch nicht als Mitspieler, denn wir bespielen ein anderes Spielfeld.
Von daher gibt es für uns auch keine Zusammenarbeit „mit Parteien“ als solchen. Ein solcher Anspruch wäre nicht nur anmaßend, er stünde auch im Widerspruch zu unserer Aufgabe als Weltanschauungs- und Kulturorganisation. In dieser Funktion beobachten, analysieren und bewerten wir freilich aufmerksam die Inhalte und Entwicklungen im Parteienzirkus – bei allen kritischen Vorbehalten gegenüber dem hierzulande, im „freien Westen“ generell praktizierten Modell der Parteiendemokratie.
Die Kriterien unserer Bewertung liefert unsere dialektisch-materialistische Weltanschauung und eine darauf gegründete Erkenntnistheorie und Geschichtsauffassung sowie ein Kulturverständnis, das auf die freie Entfaltung und Selbstbestimmung aller in einer sozialistischen Gesellschaftsordnung orientiert.
Zur Anwendung für unser Thema, zum Umgang mit AfD-Anhängern, gilt meiner Meinung nach Frei nach Rosa Luxemburg: „Die Unfreiheit beginnt immer mit der Diffamierung des Andersdenkenden“.
Auch in sozialen Bewegungen wie der Friedensbewegung gab und gibt es keine Zusammenarbeit mit Parteien als Organisationen. Es geht um die Zusammenarbeit in der Aktion mit Personen und Mitgliedern, die gleiche Ziele und Forderungen unterstützen. Gegenüber der AfD ist in der Friedensbewegung Ablehnung und Abgrenzung verbreitet, und das speist sich aus verschiedenen Quellen: Der sich – anmaßend und irreführend – „Verfassungsschutz“ nennende Inlandsgeheimdienst verbreitet im Regierungsauftrag unentwegt die Behauptung, die AfD sei „gesichert rechtsextrem“. Viele Verantwortliche in der Friedensbewegung halten es nicht für opportun, dieser These öffentlich zu widersprechen. Hinzu kommt eine gewisse, teilweise nostalgische Verbundenheit zu vormals dem Frieden zugeneigten Parteien wie SPD und Grünen, ebenso zu den Gewerkschaften und Kirchen, auch aus der Überzeugung, dass zu ihnen, trotz ihrer gegenwärtig konträren Positionierung, nicht alle Fäden abreißen sollten.
Schließlich wird in der Debatte behauptet, die AfD sei eine „faschistische“ oder „prä-faschistische“ Partei. Das halte ich für Humbug.
Um es mit dem Faschismus-Forscher und Freidenker-Beiratsmitglied Kurt Gossweiler zu sagen:
„Die geschichtlichen Erfahrungen haben gezeigt: Die imperialistische Bourgeoisie wählt den Weg des Überganges von der bürgerlichen Demokratie zu einem Staat faschistischen Typs nicht nur dann, wenn es gilt, ihre Herrschaft gegen eine drohende proletarische Revolution zu verteidigen, sondern auch dann, wenn es ihr darum geht, jeden inneren und äußeren Widerstand gegen einen von ihr geplanten oder bereits entfesselten exzessiven Expansionskrieg oder gar einen Krieg um die Weltherrschaft unmöglich zu machen oder niederzuhalten.“ (zit. n. Freidenker 2-2025)
Nebenbei: Um sich vom Faschismus-Vorwurf zu exculpieren, fiel der AfD-Co-Vorsitzenden der ebenso unsäglich dumme wie unappetitliche Satz ein, dass „Hitler ein Kommunist“ gewesen sei. Wer im herrschenden Gehirnwäsche-Betrieb mitspielt, hat keine Chance, ihm zu entkommen.
Red.
Ab Anfang 2026 erhalten alle jungen Menschen, die 18 Jahre alt geworden sind, Post von der Bundeswehr. [Anm. Red.: Dieses Thema betrifft nicht nur junge Menschen unmittelbar, sondern alle Männer und Frauen zwischen 17,5 und 60 Jahren. Siehe hierzu die Videos von Rechtsanwalt Hans Theisen unten] Darin enthalten ist die Aufforderung, eine Bereitschaftserklärung für den Dienst in der Armee abzugeben – dabei handelt es sich um einen Fragebogen, der online ausgefüllt werden soll. Nur Personen, deren Geschlechtseintrag im Personalausweis „männlich“ ist, müssen auf den Brief reagieren – wenn du einen anderen Geschlechtseintrag hast, kannst du den gesamten Brief ignorieren (oder öffentlichkeitswirksam schreddern). Als Mann kannst du zumindest das erste Anschreiben getrost ignorieren (oder schreddern). Wenn die Bundeswehr keine Antwort von dir erhalten hat, schickt sie dir nach vier Wochen eine Erinnerung per Einschreiben. Wenn du dies ebenfalls ignorierst oder den Online-Fragebogen dann fehlerhaft beantwortest, droht ein Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit. Wie hoch dieses ausfallen wird, ist noch nicht klar, evtl. 1000 € oder
mehr.
Wenn du den Fragebogen ausfüllst, solltest du nur die Pflichtfragen beantworten – also alle, die mit einem roten Sternchen * markiert sind. Alle Fragen wie beispielsweise die zu deinen Fahrerlaubnissen und Sprachkenntnissen, die nicht mit einem Sternchen markiert sind, solltest du ignorieren und nicht beantworten – gib der Bundeswehr nur die nötigsten Informationen. Beim „Fitnesslevel“ musst du eine Selbsteinschätzung abgeben – mach dich auf keinen Fall fitter als du tatsächlich bist. Die entscheidende Frage ist die „Bewertung Interesse am Dienst als Soldatin oder Soldat“ – hier solltest du unbedingt „0 – ‚Ich habe kein Interesse‘“ angeben. Wenn du das machst, ist der Fragebogen für dich beendet und du musst ihn nur noch abschicken. Da es aktuell noch keine Wehrpflicht gibt, lässt die Bundeswehr dich dann in Ruhe.

Wenn du darüber hinaus den Kriegsdienst verweigern möchtest, findest du dazu hier weitere Informationen. Wir raten allen ab einschließlich Jahrgang 2008 den Dienst an der Waffe schon jetzt zu verweigern und helfen dir bei der Wahrnehmung deines Grund- und Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung!
Alles zum Thema Kriegsdiens-Verweigerung beim FriedensNetz Saar
Rechtsanwalt Hans Theisen aus Dresden
KRIEGSDIENST VERWEIGERN? Jetzt Antrag stellen!
Die Wehrpflicht kommt wieder! Das neue Wehrdienstgesetz sieht Erfassung junger Männer und Frauen ab Januar 2026 und verpflichtende Musterungen ab Juli 2027 vor. In diesem Video erfahren Sie, wie Sie den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen können, welche Voraussetzungen es gibt und warum es sinnvoll ist, jetzt zu handeln.
Übrigens: Frauen können auch den Kriegsdienst verweigern!
Rechtsanwalt Hans Theisen: “Je mehr Menschen sich auf das Grundrecht berufen, desto stärker wird es. Und ab Antragstellung haben Sie auch einen relativen Schutz, indem Sie nicht zur kämpfenden Truppe gezogen werden dürfen.”
Laut Grundgesetz (Art. 4 Abs. 3) haben alle Bürger*innen mit einem Ausweis der Bundesrepublik Deutschland das Recht den Kriegsdienst an der Waffe aus Gewissensgründen zu verweigern. Einige Argumente, warum man den Kriegsdienst verweigern sollte, gibt es hier (pdf). Ob Kriegsdienstverweigerung für dich möglich ist und – falls ja – wie sie funktioniert, erfährst du hier auf unserer neuen Website:
https://kdv.dfg-vk.de/
Felicitas Rabe interviewt Dr. Werner Rügemer
Erstveröffentlichung am 07.01.2025 auf RT DE

Konrad Adenauer war 1949 der erste Regierungschef der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Am 5. Januar 2026 hatte er seinen 150. Geburtstag: Der angeblich bekannteste und beliebteste Deutsche wurde von allen Leitmedien gefeiert, auch von seinem gegenwärtigen Nachfolger, Bundeskanzler Friedrich Merz.
In seinem Buch „Verhängnisvolle Freundschaft“ (veröffentlicht 2023) stellt der Kölner Publizist Dr. Werner Rügemer die Beziehungen der USA mit Europa seit dem Ersten Weltkrieg dar. Insbesondere befasste er sich dabei auch mit der Karriere von Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Bundeskanzler nach dem Zweiten Weltkrieg. Rügemer recherchierte, welche Rolle Adenauer bei der Weichenstellung des transatlantischen Verhältnisses mit den USA spielte. Das von Adenauer entscheidend mit geprägte Vasallenverhältnis wird bis heute fortgesetzt. Anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer sprach RT DE am 5. Januar mit dem Publizisten Dr. Werner Rügemer über die Karriere und die politischen Verflechtungen von Konrad Adenauer und seine Rolle bei der Gründung der Bundesrepublik.
Rügemer: Übereinstimmend heißt es: „Adenauer hat die Weichen für Deutschland gestellt, und das gilt auch heute.“ Mit dieser Weichenstellung meinte auch Bundeskanzler Friedrich Merz die sogenannte „Westbindung“. So wird die Unterwerfung der Bundesrepublik unter die USA bezeichnet. Der Begriff „Westbindung“ wurde von Adenauer geprägt und gehört zu den Gründungslügen der Bundesrepublik Deutschland.
Hinter dem geografischen Begriff „Westen“ wurde und wird auch heute die angemaßte imperialistische Supermacht USA versteckt, und hinter dem Begriff „Bindung“ wurde und wird die Tatsache der Unterwerfung, der Unterordnung versteckt. Bei Adenauer wurde die Unterordnung unter die USA mit dem Schutz gegen die angebliche „bolschewistische Gefahr“ der Sowjetunion begründet. Heute wird sie mit dem Schutz gegen die angebliche „russische Gefahr“ begründet.
Vom Schutz gegen die „bolschewistische Gefahr“ bis zum Schutz gegen die „russische Gefahr“
Die Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 auf Druck der USA als neuer Staat gegründet, als Separatstaat, den es vorher noch nie gegeben hatte, abgetrennt vom bisherigen Deutschland. Beim Schutz gegen die angebliche „bolschewistische Gefahr“ der Sowjetunion spielte die Bundesrepublik in Europa die wichtigste Rolle: erstens als größte europäische Wirtschaftsmacht, zweitens mit dem unter Hitler bewährten größten anti-kommunistischen Potenzial Europas und drittens mit der geografischen Lage in Mitteleuropa – als nächster Staat direkt angrenzend an den Sozialismus, an die Deutsche Demokratische Republik, die DDR.
Deshalb war die Bundesrepublik zum Beispiel der Staat in Europa, der nicht nur NATO-Mitglied war, sondern auch die weitaus meisten US-Militärstützpunkte beherbergte, über 30 an der Zahl. Dieser Rekord wurde unter Adenauer begonnen und trifft auch heute noch zu. Hierzulande lagern die USA Atombomben, von hier aus werden global Drohnenmorde ausgeführt und Kriege beliefert. Vom US Military Command in Wiesbaden wird operativ der Krieg der Ukraine gegen Russland geführt – die deutsche Regierung wird diesbezüglich nicht befragt. Das US-Militärpersonal unterliegt auch nicht der deutschen Justiz. Seinerzeit stimmte Adenauer übrigens bereits demütig zu, dass der mögliche, von den USA vorbereitete Atomkrieg gegen die Sowjetunion in Europa ausgetragen wird!
Rügemer: Adenauer war nach dem Ersten Weltkrieg nicht nur Oberbürgermeister der großen Stadt Köln. Bis 1933 war er zugleich auch Präsident des Preußischen Staatsrates in Berlin. Außerdem war er der bekannteste Politiker der katholischen Zentrumspartei, die an fast allen Regierungen der Weimarer Republik beteiligt war.
Adenauer gehörte zum rechten Flügel seiner Partei, mit engen Beziehungen zu den führenden Kapitalisten und Bankern. 1922 hatte die deutsche Reichsregierung mit der Sowjetunion den Rapallo-Vertrag geschlossen. Dieser Vertrag beinhaltete die gegenseitige diplomatische Anerkennung sowie die Vereinbarung von Handels-, Wirtschafts- und auch Militärbeziehungen. Die USA lehnten so einen Vertrag ab: Die Verbindung des Deutschen Reiches mit dem sowjetischen Systemfeind durfte nach US-Auffasssung nicht zustande kommen!
US-DAWES-Plan gegen deutsch-sowjetischen Rapallo-Vertrag
Dagegen organisierten die USA den sogenannten DAWES-Plan, welcher nach dem Banker Charles Dawes benannt ist. Gemäß dieser Vereinbarung vergab die Wallstreet Kredite an das verschuldete Deutschland. Zudem wurde der deutsche Markt für US-Produkte geöffnet, und US-Konzerne wie Ford und Coca-Cola eröffneten Filialen in Deutschland. Adenauer war schon vor dem Ersten Weltkrieg ein eingefleischter Anti-Bolschewist und unterstützte den DAWES-Plan. Er nutzte die DAWES-Kredite mehr als jeder andere Oberbürgermeister in Deutschland für seine Kölner Großprojekte wie Industriegebiet, Hafen, Flugplatz und den ersten Autobahn-Abschnitt in Deutschland, der somit von den Amerikanern vorfinanziert wurde. In Berlin traf sich Adenauer zum Beispiel mit dem führenden Wall-Street-Banker Thomas McKittrick. Adenauer spekulierte selbst mit Aktien an der Börse von New York.
Auch persönlich hatte der erste Bundeskanzler nach dem zweiten Weltkrieg sehr gute Beziehungen in die USA. Seine zweite Frau stammte aus einer Banker-Familie der Wall Street. Seine am längsten dauernde Freundschaft führte er mit dem US-Unternehmer Dannie Heineman. Dessen Elektrokonzern SOFINA mit der Europazentrale in Belgien war auch am Bau der Kölner Straßenbahnen beteiligt: Diese Beziehung ging auch während des Nazi-Regimes weiter. Adenauers Sohn Max erhielt 1937/38 ein Stipendium der US-Elite-Universität Georgetown in Washington.
(wird ggf. ergänzt)
15.01.26 Karlsruhe:
Alexander Teske: Seriös, ausgewogen und neutral – so verkauft sich die Tagesschau!
23.01.26 Frankfurt am Main:
Florian Warweg: Friedenspolitik durch Entlarvung der Doppelmoral
Im Rubikon-Verlag, der sich gerade neu konstituiert, wurden in der Vergangenheit mehrere Corona-kritische Bücher aufgelegt, von denen mehrere Spiegel-Bestseller wurden. So auch das neue Buch des ehemaligen Chef-Toxikologen Helmut Sterz: „Die Impf-Mafia“. Die erste Auflage war bereits vor Erscheinen ausverkauft. Diesen Donnerstag steigt das Werk nun direkt in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein.
Rezensionen des Buch u. a. von Uwe Froschauer bei apolut, bei Milena Preradovic sowie dem Arzt und Bestsellerautor Dr. Michael Nehls.
Um die Dringlichkeit der Aufarbeitung des Corona-Unrechts zu unterstreichen, wurde am 9.12.25 ein Offener Brief veröffentlicht. Unterzeichnet wurde er von Autor des Buchs, Dr. med. vet. Helmut Sterz, von Dr. med. Wolfgang Wodarg, Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Prof. Dr. rer. nat. Stefan W. Hockertz, Rechtsanwalt Philipp Kruse, LL.M. und Jens Wernicke, Verlagsleiter Rubikon-Verlag.
Der Offene Brief im Wortlaut:
9. Dezember 2025
Gentechnische Eingriffe zur Prävention von Infektionskrankheiten müssen sofort gestoppt und verboten werden. Trotz aller Vertuschungsversuche wird das Ausmaß des wohl größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte immer deutlicher. Die Welt wurde seit 2020 durch eine hinterhältig inszenierte Angstkampagne belogen und mit irrsinnigen Maßnahmen gequält. All das diente dazu, Menschen für gentechnische Experimente empfänglich zu machen, die vorher als unverantwortbar tabuisiert waren.
Seit 2021 wurde zunehmend deutlich, welch unabwägbares Leid und Elend die Verantwortlichen in Politik, Industrie, Behörden, Forschung, Militär, Medien, Medizin und Finanzwelt Millionen von Menschen angetan haben. Leichen pflastern ihren Weg und es gab kein Erbarmen bei Kindern, Schwangeren und Behinderten (1). Immer deutlicher wird die hinter wohlklingenden Floskeln von Umweltschutz, Vorsorge, Demokratie, Solidarität und technischem Fortschritt stehende brutale Gier nach Geld und globaler Kontrolle erkennbar.
Aus unserer Sicht zeigen die harten Daten der Übersterblichkeit, der Zunahme chronischer und bösartiger Erkrankungen, des Geburtenrückgangs und der bedrückenden Einschränkungen unserer Grundrechte den ganzen Skandal um die gefälschte Pandemie.
War das gentechnische Impfdebakel aus wissenschaftlicher Sicht vorhersehbar? Wir beantworten diese Frage ganz klar mit «Ja». Für uns stand von Anfang an allein auf Basis von Lehrbuchwissen fest, dass die sogenannten «Covid-19-Impfungen» mehr schaden als nutzen werden. Bhakdi et al. (2025) gehen einen Schritt weiter und erklären in einer auch für Laien verständlichen Sprache, dass alle Injektionen auf Basis von modifizierter mRNA («modRNA-Injektionen») potenziell lebensgefährlich sein werden (2). Die von uns hier gewählte Begrifflichkeit «modRNA» anstatt «mRNA» ist im Übrigen keine reine sprachliche Spitzfindigkeit. Steger (2025) liefert hier Klarheit, indem er die Gefahren von modRNA in Abgrenzung zu der uns von der Natur zur Verfügung gestellten mRNA herausarbeitet (3).
Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn
Der Sommer 2025 wird in Erinnerung bleiben: Es ist die Zeit einer immer zunehmend eskalierenden Polarisierung, in der demokratische Spielregeln zunehmend unter Druck gerieten. In Lage (Nordrhein-Westfalen) wurde Ende Juli 2025 einem AfD-Bürgermeisterkandidaten der Wahlantritt verweigert, in Mainz (Rheinland-Pfalz) versuchte Innenminister Michael Ebling (SPD) über eine Verfügung, AfD-Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst fernzuhalten – ein Vorhaben, das nach massiver Kritik ins juristische Aus steuerte. In Ludwigshafen wurde nun auch dem langjährigen Landtagsabgeordneten Joachim Paul die Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters verweigert. Und auch in Koblenz stand ein AfD-Kandidat unter Verdacht – doch hier entschied der Wahlausschuss anders.

Joachim Paul wollte erfolgreich in den Wahlkampf starten, Plakate bestellt, Auftritte geplant – doch der Wahlausschuss der Stadt Ludwigshafen entschied, ihn nicht zur Wahl zuzulassen. Begründung: „Zweifel an der Verfassungstreue“. Grundlage war ein elfseitiges Gutachten des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes, das dem Ausschuss vom SPD-geführten Innenministerium übermittelt wurde. Das Dokument enthält 16 Punkte – darunter unter anderem eine positive Rezension zu J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“, in der Paul die Helden des Romans dafür lobt, „für den Erhalt ihrer Heimat“ zu kämpfen. Der Verfassungsschutz wertete das als „Anklänge an die Ideologie der konservativen Revolution“. Selbst die Tageszeitung WELT sprach von einem „absurden“ Vorgehen und bezeichnete Paul als „ausgeschalteten Kandidaten“.
Besonders brisant: Der Verfasser des Gutachtens, ein Abteilungsleiter des Verfassungsschutzes, schreibt im Original: „Vorsorglich weise ich darauf hin, dass insbesondere die den hiesigen Internet-Recherchen zugrundeliegenden Ergebnisse keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können.“
Mit anderen Worten: Grundlage der Einschätzung waren Internet-Schnipsel, keine gerichtlichen Feststellungen, keine originären Ermittlungen. Joachim Paul sieht darin einen klar orchestrierten Vorgang: „Das war von langer Hand geplant. Die politische Auseinandersetzung wird nicht mehr im Wahlkampf geführt, sondern durch administrative Ausschlüsse.“ Er verweist auf Umfragen, die ihm bis zu 25 Prozent Zustimmung in Ludwigshafen zusprechen – deutlich vor der SPD. In einem Gespräch mit der Autorin erklärt Paul am Donnerstag: „Die SPD ist panisch vor Machtverlust. Sie sind bereit, das Recht zu beugen.“
Die Entscheidung fiel anonym im Wahlausschuss. Vorsitzende war Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), die selbst nicht erneut kandidiert, aber nachweislich in die Beauftragung des Gutachtens involviert war. Ein klarer Interessenkonflikt? Die Frage stellt sich auch deshalb, weil der Wahlausschuss eigentlich nur über formale Kriterien zu befinden hat: Sind Fristen eingehalten? Stimmen die Unterlagen? „Es handelt sich nicht um ein politisches Gremium, sondern um ein beglaubigendes“, sagt Joachim Paul. „Ich habe selbst in Koblenz zugestimmt – obwohl mir andere Kandidaten politisch nicht zusagen. Aber das ist nicht die Aufgabe des Ausschusses.“ Tatsächlich lässt sich in Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts nachlesen: Die Prüfung der Verfassungstreue obliegt im Zweifelsfall der Wählerschaft oder – nach erfolgter Wahl – den zuständigen Behörden bei der Amtsübernahme. Nicht aber einem Wahlausschuss.
Auch in Koblenz gab es Versuche, den AfD-Kandidaten Markus Meixner in Misskredit zu bringen. Eine linke Gruppe erhob Vorwürfe wegen eines „OK“-Zeichens auf einem Urlaubsfoto – angeblich ein „White-Power“-Signal. Meixner reagierte gelassen: „Das war in China, nach einem langen Aufstieg auf einen Aussichtspunkt. Ich habe einfach mit der Geste signalisiert, dass es mir gut geht. Das ist dort ganz üblich.“
(wird ggf. ergänzt)
17.12.25 Darmstadt:
Frau Prof. a. D. Dr. Heike Egner: „Wer stört muss weg!“

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