{"id":3969,"date":"2025-06-21T17:33:39","date_gmt":"2025-06-21T15:33:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/?p=3969"},"modified":"2025-12-07T17:08:13","modified_gmt":"2025-12-07T16:08:13","slug":"weisse-saeulen-ueber-nahost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/?p=3969","title":{"rendered":"Wei\u00dfe S\u00e4ulen \u00fcber Nahost"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>ein Essay von Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>\u201eDer Krieg beginnt im Nahen Osten\u201c \u2013 so beginnt keine Nachrichtensendung, sondern eine der zentralen Prophezeiungen Alois Irlmaiers \u2013 jenes bayerischen Vision\u00e4rs, der in der Nachkriegszeit Bilder sah, die ihm niemand beigebracht hatte, aber viele heute wiedererkennen. Die Eskalation zwischen Israel und dem Iran, die am 13. Juni 2025 mit Luftschl\u00e4gen auf Teherans Nuklearzentren begann, f\u00fchrt uns in eine Region, die l\u00e4ngst zur Petrischale imperialer Kriegslogik geworden ist \u2013 und wom\u00f6glich zur Z\u00fcndschnur eines globalen Brandes. Man muss kein Mystiker sein, um zu erkennen: Es wiederholt sich etwas. Und es ist mehr als Geschichte. Es ist ein Muster.<\/strong><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"3970\" data-permalink=\"https:\/\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/?attachment_id=3970\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?fit=800%2C450&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"800,450\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"weisse_saeulen_Symbolbild_800x450\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?fit=300%2C169&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?fit=495%2C278&amp;ssl=1\" class=\"alignnone wp-image-3970\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?resize=495%2C278&#038;ssl=1\" alt=\"Wei\u00dfe S\u00e4ulen \u00fcber Nahost - Ein Essay von Sabiene Jahn\" width=\"495\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.rheinland-pfalz-saarland.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/weisse_saeulen_Symbolbild_800x450.webp?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 495px) 100vw, 495px\" \/><\/p>\n<p>Irlmaier sah \u201ewei\u00dfe S\u00e4ulen\u201c aufsteigen \u00fcber St\u00e4dten, \u201edie hell leuchten, aber keine Sonne sind\u201c, er sprach von einem \u201egelben Staub\u201c, der alles Leben erstickt, von einem \u201epl\u00f6tzlichen \u00dcberfall\u201c im Osten, einem \u201egro\u00dfen Krieg, der dann kommt\u201c. Und bevor es so weit ist, nannte er das Nahostszenario: \u201eZuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie, dann ein Glaubensabfall wie nie zuvor. Dann folgt eine gro\u00dfe Zahl von Fremden ins Land.\u201c Die prophetische Reihenfolge scheint veraltet, aber in ihrer inneren Struktur wirkt sie beunruhigend pr\u00e4zise: westliche Sattheit, moralischer Zerfall, geopolitisches Unverst\u00e4ndnis, Fl\u00fcchtlingswellen als Folge westlicher Interventionen \u2013 und schlie\u00dflich das, was wir noch nicht zu denken wagen. Was aber geschieht gerade wirklich? Was ist das Narrativ, das man uns erz\u00e4hlt \u2013 und was ist die Realit\u00e4t, die sich darunter abzeichnet?<\/p>\n<h3>Der Krieg beginnt<\/h3>\n<p>Israel behauptet, man habe im Iran ein \u201efast fertiges Atomwaffenprogramm\u201c identifiziert \u2013 ein Pr\u00e4ventivschlag sei unvermeidlich gewesen. Tats\u00e4chlich aber widerspricht diesem Narrativ nicht nur die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde, sondern auch die langj\u00e4hrige Nahost-Korrespondentin Karin Leukefeld. Im Gespr\u00e4ch mit Politikwissenschaftler Ulrich Mies sagt sie: \u201eDie Aussage, der Iran stehe kurz vor der Fertigstellung einer Atombombe, kann nicht best\u00e4tigt werden. Im Gegenteil \u2013 Iran kooperiert mit der IAEA.\u201c Diese Entkopplung von politischer Behauptung und realer Faktenlage ist kein Novum. Sie ist Teil jener \u201eVerletzungsmaschine\u201c, mit der seit Jahrzehnten in geopolitischen Rastern gedacht, selektiert, get\u00f6tet wird.<\/p>\n<p>Der Irakkrieg 2003 war ihre Generalprobe: Der Republikaner und US-Aussenminister Colin Powell wedelte mit einem Reagenzglas, Ex-Aussenminister Schwedens, Hans Blix, bis 1997 Direktor der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde und bis 2003 Chef der UN-R\u00fcstungskontrollbeh\u00f6rde, widersprach, Mohammed ElBaradei, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, warnte \u2013 am Ende zerbarst ein Staat, nicht weil er gef\u00e4hrlich war, sondern weil er sich weigerte, geostrategisch verf\u00fcgbar zu sein. Karin Leukefeld erinnert: Auch Israel ist ein Atomstaat \u2013 der einzige in der Region, der sich keiner Kontrolle unterwirft. Und dennoch beansprucht Tel Aviv das Recht, anderen Staaten ihr ziviles (!) Nuklearprogramm zu verweigern. Nicht Gerechtigkeit ist der Ma\u00dfstab, sondern Hierarchie. Nicht Frieden, sondern Ordnung \u2013 die eigene. Benjamin Netanjahus erkl\u00e4rtes Ziel sei ein Regimewechsel. In seiner Videobotschaft ruft er das iranische Volk offen zum Aufstand auf. Das V\u00f6lkerrecht? Ein Lappen. Der Internationale Strafgerichtshof? Eine Farce. Es ist ein entw\u00fcrdigender Zustand, meint Leukefeld. \u201eIsrael f\u00fchrt Krieg an sieben Fronten und Europa sieht zu.\u201c Dabei m\u00fcsste Europa mehr tun als zusehen. Es m\u00fcsste sich erinnern. Und widersprechen.<\/p>\n<h3><strong>Bessere Allianz<\/strong><\/h3>\n<p>In der Chronik des postmodernen Krieges tauchen dieselben Muster wie Gespenster immer wieder auf \u2013 nur die Kulisse wechselt, die Rhetorik poliert sich neu. Irak 2003 \u2013 eine \u201eKoalition der Willigen\u201c zerbombt ein Land auf der Grundlage angeblich \u201eeindeutiger Beweise\u201c, die sich sp\u00e4ter als PowerPoint-Illusion entpuppen. Libanon 2006 \u2013 Israels Offensive gegen die Hisbollah trifft Br\u00fccken, Stra\u00dfen, Kraftwerke \u2013 unter dem Vorwand der Selbstverteidigung. Syrien ab 2011 \u2013 ein orchestrierter Stellvertreterkrieg, angefacht von au\u00dfen, bis kein Staat mehr \u00fcbrig blieb, den man verhandlungsf\u00e4hig nennen konnte.<\/p>\n<p>Heute, 2025, erleben wir dieselbe dramaturgische Triade: Die Behauptung einer unmittelbaren Bedrohung (\u201eIrans Atombombe steht kurz vor der Fertigstellung\u201c). Der pr\u00e4ventive Enthauptungsschlag gegen milit\u00e4rische und wissenschaftliche Ziele und der offene Ruf zum Aufstand gegen das \u201eRegime\u201c \u2013 flankiert von gezielter Sabotage im Inneren. Im Irak brachte dieser Plan Saddam zu Fall \u2013 und das gesamte Gef\u00fcge des Landes gleich mit. Entstaatlichung, B\u00fcrgerkrieg, Dschihadismus. Der IS wurde nicht geboren \u2013 er wurde m\u00f6glich gemacht. Karin Leukefeld erinnert: Auch diesmal melden iranische Beh\u00f6rden, dass es im Vorfeld der Luftangriffe Geheimdienstoperationen im Westen des Landes gab \u2013 vermutlich aus dem kurdischen Norden kommend, wo israelische Kr\u00e4fte seit Jahren aktiv sind. Es ist nicht nur Krieg, es ist psychologische Kriegsf\u00fchrung auf geopolitischer B\u00fchne. Irlmaier sprach von einem \u201egelben Staub\u201c, der alles Leben erstickt. Ein altes Bild \u2013 aber vielleicht kein chemisches. Vielleicht ist es die hartn\u00e4ckige\u00a0 Vergiftung des Denkens: die Umdeutung von T\u00e4ter und Opfer, die Mutation von Angriff zu Verteidigung, von Krieg zu \u201eReaktion\u201c. Genau das sehen wir jetzt: Die Bomben auf Isfahan gelten als Schutzma\u00dfnahme, die T\u00f6tung von Wissenschaftlern als \u201eEind\u00e4mmung\u201c. Und der Ruf Netanjahus nach Umsturz wird nicht als Einmischung verstanden, sondern als Hilfeleistung zur \u201eBefreiung\u201c.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re die Lage geradezu grotesk, w\u00e4re sie nicht so t\u00f6dlich ernst. Israel \u2013 das Land, das sich mit eigenen Atomwaffen jedem internationalen Kontrollmechanismus entzieht \u2013 greift ein anderes Land an, weil dieses eventuell (!) zu einer nuklearen Macht aufsteigen k\u00f6nnte. Im V\u00f6lkerrecht gilt: Die Zerst\u00f6rung von Atomanlagen ist ein Kriegsverbrechen. Aber V\u00f6lkerrecht ist l\u00e4ngst kontingent. Wer die besseren Allianzen hat, schreibt die Regeln selbst. Europa? Schweigt. Ursula von der Leyen verliert kein Wort der Kritik. Friedrich Merz spricht vom \u201eRecht Israels, sich zu verteidigen\u201c. Ein Euphemismus, der die Bombe in eine Versicherungspolice verwandelt. Was ist das f\u00fcr ein Kontinent, der zuschaut, wenn das V\u00f6lkerrecht verbrennt?<\/p>\n<h3>Monument an den Hochmut<\/h3>\n<p>Es w\u00e4re so einfach, sich in Emp\u00f6rung zu ersch\u00f6pfen. Doch die tiefere Frage bleibt: Warum gelingt der gleiche Trick immer wieder? Warum gen\u00fcgt ein israelischer Premier, der offen den Regimewechsel in Teheran fordert, warum reicht eine ideologisch aufgeladene Sicherheitsdoktrin, um das gesamte diplomatische V\u00f6lkerrechtsgeb\u00e4ude der letzten 80 Jahre zum Einsturz zu bringen? Weil Europa nach dem Ende des Kalten Krieges das Denken des Siegers verinnerlichte. Weil es sich einredete, wer auf der \u201erichtigen Seite der Geschichte\u201c stehe, d\u00fcrfe die Methoden vergessen, mit denen Geschichte einst gemacht wurde. Aus Normen wurden Narrative. Aus Prinzipien Pakete. Wer heute das Wort \u201eVerteidigung\u201c benutzt, meint fast immer Angriff. Wer \u201eWerte\u201c ruft, meint meistens Interessen. Und wer Frieden sagt, akzeptiert l\u00e4ngst, dass der Krieg das diplomatische Mittel der ersten Wahl geworden ist.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es genau das, was Irlmaier meinte, als er sagte: \u201eZuerst kommt ein Wohlstand wie nie zuvor, dann ein Glaubensabfall wie nie zuvor.\u201c Der Satz ist nicht religi\u00f6s zu lesen. Sondern erkenntnistheoretisch. Denn was hier verloren geht, ist das Unterscheidungsverm\u00f6gen. Der \u201eGlaubensabfall\u201c meint das Verschwinden der Wahrheit als Kategorie: Sie wird zur Meinung, zur Parteinahme, zum moralischen Accessoire. Wahrheit wird konvertibel \u2013 je nach politischer Agenda. Und so stirbt mit dem Ma\u00df auch das Ma\u00dfhalten.<\/p>\n<p>Die wei\u00dfe S\u00e4ule, die Irlmaier \u00fcber St\u00e4dten aufsteigen sah, war m\u00f6glicherweise kein nuklearer Feuerpilz. Vielleicht war sie ein Symbol. F\u00fcr das, was aufsteigt, wenn man alles andere zerst\u00f6rt hat: Staub. Beton. Rauch. Ein Monument an den Hochmut der Technik und den Bankrott der Ethik. Israel bombardiert milit\u00e4rische Ziele im Iran \u2013 unterst\u00fctzt von modernster westlicher Logistik. Parallel beschie\u00dft es Konvois mit Hilfsg\u00fctern, die auf dem Weg nach Gaza sind. Die Zahl der Toten \u00fcbersteigt 55.000 \u2013 eine Kleinstadt ausgel\u00f6scht, ohne dass ein einziger westlicher Regierungschef die Notbremse zieht. Der Internationale Strafgerichtshof f\u00e4llt Urteile, doch wie schwer wiegt Gerechtigkeit, wenn dieselben H\u00e4nde, die verurteilen, die Waffen bezahlen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Vergangenheit kennt diese Szenarien: Irak 2003 war keine Fehlentscheidung, er war bewusst und pr\u00e4zise kalkuliert. Der Libanonkrieg 2006 zeigte, wie man zivile Infrastruktur durch milit\u00e4rische Kommunikation ersetzt. In Syrien wurde das gesamte staatliche Gef\u00fcge ausgeh\u00f6hlt \u2013 von au\u00dfen. Es ist nicht neu, was jetzt im Iran geschieht. Es ist nur gr\u00f6\u00dfer, gef\u00e4hrlicher \u2013 und nuklear gerahmt. Europa spielt mit. Nicht aus \u00dcberzeugung, sondern aus Unverm\u00f6gen.<\/p>\n<h3>Verlust geistiger Selbstachtung<\/h3>\n<p>Irlmaier spricht von Kerzen, von Gebet, vom Kreuz am Himmel. Von einer seltsamen Ruhe nach dem Grauen. Von einem neuen, guten Leben, das kommt \u2013 nachdem der Mensch den Mut fand, sich zu besinnen. Es ist keine billige Vertr\u00f6stung, was er da entwirft. Sondern eine Herausforderung an uns alle: das Drehbuch des Unheils nicht zu erf\u00fcllen. Denn der Krieg beginnt im Kopf. Er beginnt, wenn Sprache aufh\u00f6rt, Fragen zu stellen. Wenn Diplomatie durch Vorbedingungen ersetzt wird. Wenn Regierungen nur noch Funktionstr\u00e4ger von B\u00fcndnissolidarit\u00e4t sind \u2013 nicht mehr dem eigenen Souver\u00e4n verpflichtet. Israel f\u00fchrt, wie Netanjahu offen sagt, \u201eeinen Krieg an sieben Fronten\u201c. Die Sprache stammt nicht aus der Defensive \u2013 sondern aus einem kolonial-imperialen Phantomschmerz: dem Wunsch, das Westasien des 21. Jahrhunderts m\u00f6ge in denselben Bahnen verlaufen wie das der britischen und franz\u00f6sischen Mandatszeit. Doch Geschichte wiederholt sich nie. Und wer es versucht, riskiert das totale Systemversagen.<\/p>\n<p>In Deutschland duckt sich die Regierung weg. Man fordert das Selbstverteidigungsrecht Israels \u2013 auch gegen internationale Richter. Man schickt U-Boote und R\u00fcstungstechnik \u2013 mit \u00f6ffentlichen Geldern und moralischer Immunit\u00e4t. Man schweigt zur \u201eApartheid in Gaza\u201c, wie ein ehemaliger Mossad-Chef best\u00e4tigte, und zur Bombardierung iranischer Wissenschaftler \u2013 so lange, bis der n\u00e4chste Anschlag in Europa erfolgt und alle sich fragen: \u201eWie konnte das passieren?\u201c Vielleicht war es genau dieser Mechanismus, den Irlmaier sah. Nicht nur Bomben, Staub und Elend \u2013 sondern ein Europa, das seine geistige Selbstachtung verliert. Das sich einf\u00fcgt, wo es Widerstand leisten m\u00fcsste.<\/p>\n<h3><strong>Ein neues gutes Leben<\/strong><\/h3>\n<p>Eine andere Option liegt auf dem Tisch. Keine naiven Utopien \u2013 sondern konkrete Schritte zur Wiederherstellung einer geopolitischen Ethik. Echte Re-Politisierung der Diplomatie: Nicht Vermittler simulieren, sondern Interessen offenlegen und verhandeln. Ein Moratorium auf Waffenlieferungen: Wer vermittelt, darf nicht zugleich eskalieren. Einheitliche IAEA-Kontrollen \u2013 auch in Israel: Glaubw\u00fcrdigkeit beginnt mit Konsistenz. Und die Selbstkritik Europas: Aufarbeitung der Rolle im Nahen Osten \u2013 und der Verantwortung gegen\u00fcber der Weltgemeinschaft. Sie meinen, das ist naiv? Vielleicht. Aber Zynismus ist kein Konzept. Zynismus ist der Weg, auf dem Irlmaiers d\u00fcsterste Matrix unausweichlich wird \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt, Entscheidung f\u00fcr Entscheidung.<\/p>\n<p>Prophezeiungen sind keine Fahrpl\u00e4ne. Sie sind Spiegelungen innerer Disbalancen. Sie zeigen an, wann die Welt aus dem Lot ger\u00e4t \u2013 nicht, weil es so kommen muss, sondern weil es so wirkt, als k\u00f6nnten wir es nicht mehr verhindern. Aber das stimmt nicht. Denn auch das hat Irlmaier gesagt: \u201eNach dem Schlimmen kommt ein neues gutes Leben.\u201c Dieser Satz ist kein Trost. Er ist ein Auftrag. Ein Auftrag, sich zu erinnern: an das Ma\u00df, an die Verantwortung, an die Menschlichkeit. Andernfalls wird der Staub, der sich \u00fcber diese Zeit gelegt hat, das Ende markieren.<\/p>\n<h3>Risiko und Rettung<\/h3>\n<p>Am Wochenende erhielt ich von Freunden ein Buch. Der Titel, schwer und leicht zugleich: Lexikon des \u00dcberlebens, herausgegeben von Karl Leopold von Lichtenfels. Ein Prophetie-Kompendium. Ortsregister, Quellenangaben, Vorhersagen von Irlmaier bis Stormberger. Und dort \u2013 auf Seite 439, ganz unauff\u00e4llig zwischen Landshut (\u201ein Flammen\u201c) und Linz am Rhein (\u201estark gef\u00e4hrdet\u201c) \u2013 lese ich es: \u201eLeutesdorf bis Unkel \u2013 laut Knopp der sicherste Abschnitt in dieser Gegend.\u201c Ein kleines Dorf am Rhein, mein Zuhause, mit Wein, Wind, Basaltgestein. Pl\u00f6tzlich deklariert zum sicheren Hafen in einem d\u00fcsteren Weltplan. Ein \u201eAbschnitt\u201c, als w\u00e4re das Leben hier kartografisch unterteilt in Risiko und Rettung. Man k\u00f6nnte lachen, wenn man nicht sp\u00fcren w\u00fcrde, wie ernst die Welt geworden ist. Wie Menschen, zwischen Gazastreifen und Teheran, nicht auf Listen stehen \u2013 sondern unter Tr\u00fcmmern.<\/p>\n<p>G\u00fcnter Verheugen sagte k\u00fcrzlich n\u00fcchtern, was alle wissen, aber keiner h\u00f6ren will: Die sogenannte westliche Wertegemeinschaft umfasst vielleicht noch eine Milliarde Menschen. Der \u201eRest der Welt\u201c \u2013 also sieben Milliarden \u2013 ist l\u00e4ngst weiter. Schaut zu, und rechnet ab. Und fragt, wie kann es sein, dass der Globus von denen dominiert wird, die nicht mal mehr die Mehrheit stellen? Stimmen aus diesem Rest gibt es. Man muss nur zuh\u00f6ren. Rifat Jawaid, ein indischer Journalist, einst bei BBC und India Today, stellt n\u00fcchtern fest, dass Irans dritte Angriffswelle gegen Israel weit pr\u00e4ziser und zerst\u00f6rerischer war als erwartet. Vor allem der Schlag gegen die \u00d6lraffinerie in Haifa habe Wirkung entfaltet \u2013 wirtschaftlich, psychologisch, symbolisch. Zuvor hatte Israel seinerseits iranische Gasfelder ins Visier genommen. Eine Spirale \u2013 aber ohne Gleichgewicht.<\/p>\n<p>Und Donald Trump? Er, der eben noch Israels \u201ebrillanten Pr\u00e4ventivschlag\u201c bejubelte, spricht pl\u00f6tzlich von Deeskalation. Von \u201eVerantwortung\u201c. Vielleicht, weil sein Sch\u00fctzling Netanjahu nun selbst zum Risiko wird \u2013 f\u00fcr ihn, f\u00fcr die USA, f\u00fcr alles, was sich noch Wahlkampf nennt. Und dann ist da noch Mohammed Marandi, iranischer Hochschullehrer, Stimme der verbrannten Diplomatie: \u201eWozu sollen wir wieder verhandeln? Die USA haben uns in Sicherheit gewiegt \u2013 und dann die komplette Verhandlungsdelegation ausgel\u00f6scht.\u201c Was bleibt, ist ein Weltbild in Tr\u00fcmmern.<\/p>\n<h3>Protokoll eines Regimewechsels<\/h3>\n<p>Der dritte Angriff auf Israel durch Iran brachte es ans Licht: Die vielgepriesene \u201eUnverwundbarkeit\u201c des Iron Dome ist endlich. Amerikanische Analysten sprechen bereits offen von einem Kipppunkt \u2013 nicht f\u00fcr Iran, sondern f\u00fcr Israel. Wenn die Kapazit\u00e4ten der Abfangsysteme (Patriot, David\u2019s Sling, Arrow 3) bald ersch\u00f6pft sind, bleibt Tel Aviv verwundbar. Und damit beginnt das, was im Pentagon als \u201eZwang zur Intervention\u201c diskutiert wird \u2013 ein Einstieg der USA in einen direkten Krieg gegen Iran, nicht mehr nur durch logistische Unterst\u00fctzung, sondern mit eigenen Bombern, eigenen Raketen. Mit eigener Haut.<\/p>\n<p>Es ist nicht mehr auszuschlie\u00dfen, dass dieser Moment bewusst provoziert wurde. Der Verdacht, Israel k\u00f6nnte mit seinem Angriff auf Irans Nuklearstandorte und Kommandozentralen von Anfang an auf einen \u201eunausweichlichen\u201c Eintritt der USA hingearbeitet haben, ist kein Hirngespinst. Pentagon-nahe Experten, wie sie in US-Fachblogs und Thinktanks offen auftreten, best\u00e4tigen: Die israelische Milit\u00e4rstruktur ist nicht auf einen langfristigen Krieg gegen ein Land wie Iran ausgelegt \u2013 weder geographisch, noch logistisch, noch wirtschaftlich. Nur eine Supermacht wie die USA k\u00f6nne das durchhalten. Daraus wird ein perfides strategisches Kalk\u00fcl: Wer den eigenen Regimewechsel nicht aus eigener Kraft erzwingen kann, ruft den Erbschuld-Verb\u00fcndeten zu Hilfe. Aus Selbstverteidigung wird Inszenierung. Dass Israel dies kann, hat es bewiesen. Die Liste der get\u00f6teten iranischen Offiziere, Wissenschaftler und Kommandeure liest sich wie das Protokoll eines Regimewechsels ohne Bodentruppen: Es wurden zentrale Pfeiler der iranischen Machtstruktur ausgeschaltet \u2013 inklusive des Polizeichefs von Teheran, der eine Schl\u00fcsselrolle bei Aufstandsbek\u00e4mpfungen innehatte. Auch Universit\u00e4ten, Nuklearzentren und wissenschaftliche Archive wurden zerst\u00f6rt.<\/p>\n<h3>\u201ePsychopathische Entit\u00e4t\u201c<\/h3>\n<p>Und doch schweigen die sogenannten \u201eQualit\u00e4tsmedien\u201c in Deutschland. In der Tagesschau werden Iran und Israel sprachlich gleichgesetzt, als handle es sich um ein symmetrisches Kr\u00e4ftemessen. Keine Rede mehr von \u201ev\u00f6lkerrechtswidrigem Angriffskrieg\u201c, obwohl Israel genau das getan hat, wof\u00fcr Russland seit drei Jahren d\u00e4monisiert wird \u2013 ein fremdes Land ohne UN-Mandat anzugreifen, gezielt Funktionstr\u00e4ger auszuschalten, strategische Infrastruktur zu vernichten. Emp\u00f6rung? Sanktionen? Sackgasse. Wo sind die moralischen Ma\u00dfst\u00e4be, wenn nicht einmal erw\u00e4hnt wird, dass Israel als einziges Land der Region \u00fcber ein nicht deklariertes Nuklearwaffenarsenal verf\u00fcgt \u2013 erworben unter Bruch internationalen Rechts und unter Mitwirkung von Spionen wie Jonathan Jay Pollard aus den USA? Stattdessen h\u00f6ren wir, wie CDU-Mann Norbert R\u00f6ttgen Israels Vorgehen im ARD-Morgenmagazin verteidigt, indem er betont, dass es verheerende Folgen h\u00e4tte, wenn Iran Atommacht w\u00fcrde. Doch selbst iranische Wissenschaftler wie Mohammed Marandi weisen darauf hin, dass Iran mehrfach signalisiert habe, keine Atomwaffe anzustreben. Vielmehr sei es der Westen, der Vertrauen zerst\u00f6rt habe \u2013 nicht zuletzt durch die gezielte Ermordung der iranischen Verhandlungsdelegation.<\/p>\n<p>Stimmen wie die des indischen Journalisten Rifat Jawaid, zeigen, wie stark sich das moralische Koordinatensystem verschiebt: W\u00e4hrend Indiens Regierung unter Modi demonstrativ an Israels Seite steht, betont Jawaid, dass Iran heute mit mehr strategischer Pr\u00e4zision und Kraft zur\u00fcckschlage als je zuvor \u2013 und dass der Schlag gegen die \u00d6lraffinerie in Haifa ein Wendepunkt war. Auch die Redaktion von Double Down News zeichnet ein d\u00fcsteres, aber scharf konturiertes Bild. Israel sei l\u00e4ngst aus dem Status eines bedrohten Kleinstaats herausgewachsen. Es agiere heute wie ein imperialer Akteur \u2013 mit Gaza, Syrien, Libanon, Jemen und nun Iran als Feuerrand seiner Expansion. Der Vorwurf, Zionismus habe sich vom kolonialen Mythos zur imperialen Realit\u00e4t gewandelt \u2013 zur \u201epsychopathischen Entit\u00e4t\u201c, die t\u00f6tet, wie sie atmet. Diese Sicht ist nicht angenehm. Sie passt nicht in die Narrative unseres Au\u00dfenministeriums. Aber sie ist Realit\u00e4t \u2013 im globalen S\u00fcden, in den Universit\u00e4ten Teherans, in den Bombenkellern von Beirut.<\/p>\n<p>Bleibt noch ein letzter, bitterer Gedanke. Wenn die USA in diesen Krieg hineingezogen werden \u2013 gewollt oder aus strategischer Notwendigkeit \u2013, dann ist die Ukraine schlagartig sekund\u00e4r. Die dort versprochenen Patriot-Systeme werden nicht kommen. Europa bleibt wieder einmal der n\u00fctzliche Idiot geopolitischer Eskalation. Und Deutschland? Erkl\u00e4rt in INSA-Umfragen, dass es mehrheitlich f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht ist \u2013 doch k\u00e4mpfen m\u00f6chte niemand.<\/p>\n<h3>Israels nukleares Tabu<\/h3>\n<p>Dass Israel mutma\u00dflich mehrere Hundert nukleare Sprengk\u00f6pfe besitzt \u2013 geh\u00f6rt zu jenen geopolitischen Tabus, die von westlichen Regierungen und Medien regelm\u00e4\u00dfig umschifft werden. Kein Land wurde je daf\u00fcr so wenig belangt, kein Journalist daf\u00fcr so erbarmungslos bestraft wie Mordechai Vanunu. Vanunu, ehemaliger Techniker im israelischen Atomzentrum Dimona, lieferte 1986 der britischen Zeitung \u201eThe Sunday Times\u201c Beweise f\u00fcr Israels geheimes Atomprogramm \u2013 darunter Fotos, Pl\u00e4ne, Produktionskapazit\u00e4ten. Die Reaktion des israelischen Staates folgte auf dem Fu\u00df: Vanunu wurde von einer Mossad-Agentin in eine Falle gelockt, nach Rom entf\u00fchrt, bet\u00e4ubt, in einem Schiff nach Israel verschleppt, dort in einem Geheimprozess zu 18 Jahren Haft verurteilt \u2013 davon elf in Isolationshaft. Bis heute unterliegt er einem strikten Kommunikationsverbot und darf das Land nicht verlassen. Seine Warnung an die Welt: \u201eIsrael hat Massenvernichtungswaffen \u2013 und niemand schaut hin.\u201c Im gegenw\u00e4rtigen Konflikt k\u00f6nnte genau dieses Schweigen verheerend wirken. Denn w\u00e4hrend der Iran \u2013 trotz gegenteiliger Darstellung westlicher Politiker \u2013 nachweislich kein Atomwaffenstaat ist und sich sogar in letzten Stellungnahmen erneut zu einem zivilen Nuklearprogramm bekannte, trifft ihn eine nukleare Doppelz\u00fcngigkeit: Israel darf haben, Iran darf nicht einmal denken.<\/p>\n<h3>Westlich formatierter Iran?<\/h3>\n<p>Diese moralische Asymmetrie dient auch als ideologische Unterf\u00fctterung eines geopolitischen Drehbuchs, das inzwischen deutlich wird: Der Sturz der Islamischen Republik Iran soll durch gezielte Schw\u00e4chung, innere Destabilisierung und Ersatzpersonal erfolgen. Und das Ersatzpersonal steht l\u00e4ngst bereit: Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gest\u00fcrzten Schahs, tourt seit Jahren durch Washington, Br\u00fcssel und Tel Aviv, gibt sich moderat, westlich und s\u00e4kular.\u00a0 Er wird von Exiliranern und Neokonservativen als \u201elegitime Alternative\u201c aufgebaut \u2013 genau wie einst Juan Guaid\u00f3 in Venezuela oder Ahmad Chalabi im Irak. Dass Pahlavi k\u00fcrzlich in einem CNN-Interview betonte, er sei \u201ebereit, Verantwortung f\u00fcr den Wiederaufbau des Iran zu \u00fcbernehmen\u201c, ist kein Zufall \u2013 sondern Teil der Inszenierung. Dass er zugleich von f\u00fchrenden US-Thinktanks als \u201egeeignete Figur f\u00fcr eine \u00dcbergangsregierung\u201c genannt wird, verdeutlicht den Plan. Ein Plan, der nicht nur Teheran, sondern die gesamte Region neu ordnen soll. Mit der Nuklearmacht Israel als Speerspitze, den USA als R\u00fcckversicherung und einem nach westlichem Vorbild formatierten Iran.<\/p>\n<h3>Stille Kraft des Gewissens<\/h3>\n<p>Wie sagte ein amerikanischer Analyst so bitter: \u201aIsrael zwingt Amerika in einen Krieg, den Israel selbst nicht f\u00fchren kann \u2013 mit dem Geld und dem Blut anderer.\u2018 Irlmaiers wei\u00dfe S\u00e4ulen ragen \u00fcber den Tr\u00fcmmern von Gaza und Teheran, und der gelbe Staub droht alles zu ersticken, w\u00e4hrend die Hoffnungslosigkeit vieler, die betr\u00fcbt durch eine unnahbare Welt irren, schwer lastet. Doch selbst in dieser Finsternis k\u00fcndet eine alte Stimme von Umkehr, wie das \u201aLied der Linde\u2018 aus Staffelstein: \u201aDieses k\u00fcndet deutschem Mann und Kind, \/ leidend mit dem Land die alte Lind\u2018.\u2018 Nicht nur Deutschland, sondern alle Menschen mahnt es, nicht zu verzweifeln, sondern die Wahrheit zu suchen \u2013 \u201aFrieden ist eine Zivilisationsform. Er beginnt in der Sprache, mit der wir einander begegnen.\u2018 Diese geistige Wendung nimmt Gestalt an, wenn wir am K\u00fcchentisch die Augen offenhalten, miteinander reden und Herzensw\u00e4rme wagen. Selbst wenn uns die Hebel der Macht fehlen, ob nun mit oder ohne Irlmaiers Prophetie, lebt ein \u201aneues gutes Leben\u2018 in der stillen Kraft unseres Gewissens, die wir n\u00e4hren \u2013 indem wir uns verbinden und mit jedem Schritt ein Licht entz\u00fcnden, das die Finsternis vertreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn,\u00a0 Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik,<br \/>\nist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>Erstver\u00f6ffentlichung am 17.Juni 2025 auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/weisse-saeulen-ueber-nahost\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">globalbridge.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h6>Bild(er):\u00a0 Am Fu\u00dfe der alten Linde, im Licht der Hoffnung: Eine Familie sucht Verbindung inmitten einer zerrissenen Welt \u2013 w\u00e4hrend hinter ihr die S\u00e4ulen einer untergehenden Ordnung im Staub vergangener Zeiten leuchten. KI-produziert, \u00fcbernommen von globalbridge.ch, Quelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/weisse-saeulen-ueber-nahost\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/globalbridge.ch\/weisse-saeulen-ueber-nahost\/<\/a><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein Essay von Sabiene Jahn \u201eDer Krieg beginnt im Nahen Osten\u201c \u2013 so beginnt keine Nachrichtensendung, sondern eine der zentralen Prophezeiungen Alois Irlmaiers \u2013 jenes bayerischen Vision\u00e4rs, der in der Nachkriegszeit Bilder sah, die ihm niemand beigebracht hatte, aber viele heute wiedererkennen. Die Eskalation zwischen Israel und dem Iran, die am 13. 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